Donnerstag, 21. April 2016

Fashion Revolution Day 2016 - This is Not Okay!

Susanne von Mamimade hat zu einer Aktion aufgerufen, die auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen innerhalb der Bekleidungsindustrie aufmerksam machen will. Ein Ausdruck dieser war der Einsturz des Rana Plaza in Sabhar in Bangladesh am 24.4.2013. 1127 Personen starben. 2438 Personen wurden verletzt und unzählige verloren Beine und/oder Arme.
Während die anderen im Gebäude ansässigen Firmen ihre Büros geschlossen hielten, weil es am Tag zuvor Risse im Mauerwerk gegeben hatte, zwangen die Textilfabriken ihre Mitarbeiter zur Arbeit. Der Termin musste eingehalten werden. In diesem Fall der Termin mit dem Tod.

"Seither gedenkt die Welt jedes Jahr am 24. April diesem furchtbaren Ereignis, dem Fashion Revolution Day. Frauen, die genäht haben, starben, weil ein Liefertermin mehr wert war/ist, als ein Menschenleben. Weil die Produktion eines Kleidungsstück keine Bedeutung für diese Welt hat. Welche Arbeit dahinter steckt, das wissen die Menschen nicht mehr. Und was man nicht kennt, kann man nicht schätzen."



Es ist mir durchaus bewusst, dass man mein Nähen nicht damit vergleichen kann. Ich nähe für mein Vergnügen. Es ist mein Ausgleich, mein Hobby, meine Entspannung. Ich lebe ein unheimlich privilegiertes Leben. 



Doch eben dieses privilegierte Leben in einem reichen Industrieland ermöglicht es mir, bewusst zu entscheiden, ob ich eine Bekleidungsindustrie unterstützen möchte, die ihre ArbeiterInnen ausbeutet, um fünf-Euro-Shirts und zehn-Euro-Jeans anzubieten. Es ist mir klar, nicht jeder kann sich den Luxus von GOTS, BIO und FAIRTRADE leisten, aber jeder - wirklich jeder - hat die Wahl, ob man Kleidungsstücke repariert, recycelt und/oder weitergibt. Auch ich selbst nehme mich nicht ganz aus, mit drei Kindern muss auch ich immer wieder aufs Budget achten und Sachen gehen schnell kaputt, doch versuche ich, mir des Problems beswusst zu bleiben. Ich überlege nun mehrmals, bis ich tatsächlich ein Kleidungsstück kaufe, wäge Produktionsbedingungen, Preis und Notwendigkeit ab. Das ist mein Privileg, - und das nehme ich auch wahr. Es wäre schön, wenn du es auch könntest.

Kleidung hat ihren Wert, vor allem den Wert des Menschen, der es produziert.

Kommentare:

  1. Ich steh' total auf dein neues Blogdesign, die Farben harmonieren perfekt, sieht richtig frisch aus! :)

    Glg
    Claudia

    AntwortenLöschen
  2. Schön geschrieben ♡♡♡ lg Martina

    AntwortenLöschen
  3. Beautiful!
    Warm! Inspiring!
    Love it!

    AntwortenLöschen
  4. Wir in unserem Wohlstand dürfen gerne derer gedenken, die für unseren Billigbillig sterben!
    Bei mir im Kleiderschrank gibt es seit längerem nur noch Second-Hand und Bio-Faire Klamotten (am liebsten von www.fairtragen.de ).
    Danke Dir für den kurzen und schönen Beitrag

    AntwortenLöschen
  5. Oh, bei dir ist's auch frühlingsfrisch...
    Schöne Fotos von dir!
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  6. Sehr schön geschrieben und das Fazit trifft es genau!
    LG Claudia

    AntwortenLöschen
  7. Schoen geschrieben, nur leider glaube ich nicht, dass es so einfach ist. Der Preis ist mMg nach kein Hinweis, unter welchen Bedingungen Bekleidung hergestellt wird und selbst Siegel haben in den letzen Jahren oftmals einen falschen Hinweis gegeben. Bewusstes einkaufen ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung und viel Spass beim Naehen :)
    glg A.

    AntwortenLöschen
  8. Ein sehr schöner Post!
    Alles Liebe Babsy

    AntwortenLöschen
  9. schöner post, schöne Fotos :-)
    glg andrea

    AntwortenLöschen