Donnerstag, 15. Februar 2018

Lady Leana 2.0

Im September >hier< habe ich euch meine Lady Leanas gezeigt, die ich im Sommer wirklich oft und noch viel öfter getragen habe... Maria von Mialuna hat im Herbst ihrer Lady dann auch noch Ärmel spendiert und spätestens zu diesem Zeitpunkt dachte ich, die Sommerliebe geht in die Fortsetzung.

Leider muss ich zugeben, dass sie nach einer innigen Herbstliebschaft dann doch etwas abgekühlt ist, - oder vielmehr: das Wetter ist abgekühlt und war mir einfach zu kalt.... Leana muss wirken, da passt nur schlecht ein Westerl drüber und für was drunter ist sie auch nicht wirklich geeignet.



Wir sind überein gekommen, Leana und ich, ein kleines Päuschen einzulegen - das tut Beziehungen manchmal gut - habe ich gehört - und starten im nahenden Frühling einen neuen Versuch.




Wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann wohl eher früher als später! :-)



Die Fotos sind nach dem Fotoworkshop beim Lillestoff-Festival in Hannover/Langenhagen entstanden. Danke liebe Renate Mondbresal, ich bin immer noch begeistert und dankbar, dass ich dich kennenlernen durfte!


 


Schnitt: Lady Leana von Mialuna, Gr. 38 (mit Langarm-Erweiterung)
Stoff: ?, gekauft bei Alles für Selbermacher 2016







Mittwoch, 14. Februar 2018

Ein bisschen Frühsommer mitten im Winter

Bei dem frostigen Geschneibsel (meint ein bisserl weniger als leichten Schneefall - bleibt auch nix liegen) - das vor dem Fenster in den letzten Tagen hier in Wien herrscht, war mir heute nach bunt.

Hellen Farben.

Sommer (aber nicht zu heiß bitte).

Und da fiel mir des Töchterleins Bluse ein, die ich im Frühsommer genäht hatte.... Sie LIEEEEBT Karos und auch wenn gelb sonst nicht unbedingt zu ihren favorisierten Farbe zählt, so wollte sie uuuunbedingt eine gelbe Karo-Bluse haben. Natürlich just.in.dem.Moment, als der Wunsch ausgesprochen war.

Selbstverständlich wurden zuerst alle fuß- und ubahnläufig erreichbaren Bekleidungsgeschäfte abgeklappert, danach der Finger am Tablet wundgestrichen, - doch nirgends, wirklich nirgends gab es die eine Bluse, die sie sich so inniglich wünschte (außer um Preisvorstellungen jenseits von Gut und Böse).





Erst dann hat sie sich dazu bereit erklärt, mit mir im Stoffgeschäft stöbern zu gehen und siehe da! Ein gelber Karo lachte uns entgegen, wenn auch die Größe der Karos nicht optimal - sprich ihrer Vorstellung entsprechend - war (findet mal im Frühsommer Karoblusen/-hemden a la kanadischer Holzfäller, und bitte nicht in Flanell!).

Am nächsten Tag war nach der Schule die Enttäuschung groß, dass das Teil nicht schonfertig war (warum muss Mama auch arbeiten, pffft!), aber relativ zeitnah konnte ich ihr dann doch die Freude machen. Und damit sie ein bisschen zu schätzen weiß, was ich da manchmal so scheinbar leicht aus dem Ärmel schüttle, durfte sie Schnittmuster kleben und ausschneiden, sowie die Knöpfe annähen. Die Freude war groß. Nicht. Aber danach umso größer. Und die Wertschätzung auch.



Schnitt: NamelessBluse von Sewera, Gr. 34
Stoff: Komolka
 




Donnerstag, 8. Februar 2018

MaElice

Ich weiß, ich weiß! MaElice ist mittlerweile ein alter Hut, im Sinne von: schon "lang" bekannt, aber deswegen nicht weniger beliebt... bei mir ebenso! Im Oktober habe ich bei Kibadoo mitgenäht und auch hier findet sich mein obligatorisch beliebte Wasserfall... Nur der Weg dorthin ist ein gänzlich neuartiger... Die Kapuze ist direkt mit dem Vorderteil verbunden und die oben benötigte Mehrweite für den Wasser Stofffall wird auf Brusthöhe mit einer Naht wieder herausgenommen.... Bei meinem grünen Exemplar hab ich etwas später den Abnäher noch etwas höher hinaufgezogen und jetzt sitzt er perfekt. Hier ist er noch etwas tief...




Die Fotos sind mal wieder im wunderbaren Salzkammergut entstanden, dort haben wir die Teilnahme meines Mannes am Wolfgangseelauf (27 Kilometer!!!! Verrückt oder?!) gleich mit einem Paar-Wochenende verbunden und Petrus hat es wie letztes Jahr schon, wieder gut mit uns gemeint... Das war einfach ein traumhafter Blick vom Schafberg hinunter auf den Wolfgangsee. 

Und dann kam er: die Kupfereulenstoff. Super kuschelig und - eh klar - ich wollte unbedingt einen Winter-Kuschel-Herumnudel-Pulli haben... Also hab ich noch gleich eine MaElice nachgeschoben... Allerdings war ich skeptisch und auch gleichzeitig angefixt, denn das einzige, was mir bei dem Schnitt nicht so zugesagt hatte, war, dass durch den Abnäher das Muster manchmal schon recht unsanft unterbrochen wurde. Also habe ich beschlossen, nicht die vorgesehenen fünf Zentimeter abzunähen, sondern nur soviel, wie es das Muster zulässt. Und das ist mir ja sowas von gelungen! Stellt euch vier irriert blickende Mitbewohner meinereins vor, als ein lauter Jubelschrei einen indianisch inspirierten Freudentanz einläutete.... 





Sieht man wirklich nicht, gell?! Hachz! Ich freu mich immer noch, wenn ich mir die Fotos so ansehe! Seufz!

So! Und jetzt, nach einem Tag mit Schwimmen, Kinder betüteln, Faschingskostüme machen und Fahrtendienst spielen, werde ich mich auf unsere neue Couch legen und neue Inspirationen bei den Damen mit dem RUMS auf mich wirken lassen!




Schnitt: MaElice, Gr. 40
Stoff: beides Lillestoff, grüngelber Jacquard, Sommersweat Copper Owls 

Mittwoch, 31. Januar 2018

12tel Blick - Jänner 2018

Heuer bin ich auch dabei. Ich versuch es zumindest... Schon lange beobachte ich mit Faszination die diversen Einblicke von Astrid, Eva und Susanne... Es ist ein wenig ein Innehalten, ein Inhalieren des Moments und ein Bewusstmachen der Details um uns herum. Auch kommt es immer auf den gewählten Bildausschnitt an und man gewinnt lernt den Betrachter aus verschiedenen Perspektiven kennen.

Los geht's!

Mein 12tel Blick ist eigentlich so etwas wie ein Abschied. Ein Abschied von einer Ära und ein bisserl wehmütig bin ich schon.

Die Mariahilfer-Straße im 6. Bezirk in Wien, direkt beim U3-Aufgang Zieglergasse. Nun schon das achte Jahr mein werktäglicher Blick auf dem Weg zur Schule meiner Kinder. Heuer besucht mein Jüngster die letzte Volksschulklasse und damit endet im Juni diese Ära.


Die Mariahilferstraße ist neben der Kärntnerstraße im 1. Bezirk DIE Einkaufsstraße von Wien schlechthin, - nur für die "einfachen Leute" leistbar. Während direkt entlang der Straße mitunter die üblichen Verdächtigen an Geschäften zu finden sind, so findet man in den Seitengassen rechts hinunter in den 6. Bezirk und links hinauf in den 7. Bezirk so manche Gustostückerln an Alternativ, Besonders oder einfach nur Anders.
Die eigentliche Mariahilfer-Straße ist lang, sie hält vom 15. Bezirk (etwa auf Höhe des östlichen Parkendes von Schönbrunn, nur etwas weiter im Norden) über den Gürtel hinweg direkt auf die Rückseite der Hofburg und dem Burggarten zu, wobei die Einkaufsstraße nur den Abschnitt zwischen Gürtel und Ring ausmacht.


Man könnte meinen, sie wäre prädestiniert dazu gewesen, den Kaiser anno dazumal in Richtung Sommerschloss Schönbrunn zu bringen.... Mitnichten. Das war zu wenig spektakulär! Der kaiserliche Tross führte die Burggasse, eine Parallelstraße der Mariahilfer Straße,  hinauf in Richtung Truppenübungsplatz auf der Schmelz, einem der höchsten Punkte Wiens (und meine Wohngegend), sodass man mit einer 90 Grad Wende in Richtung Süden direkt über die Johnstraße auf den Ehrenhof und die Vorderansicht von Schloss Schönbrunn zuhielt. Ich brauche euch nicht sagen, dass die Fensterplätze entlang dieses Weges an den Umzugstagen des Hofes teuer vermietet wurden, oder? :-)

Aber zurück zur Mariahilfer Straße... Im typischen Wiener Jänner ist sie grau und feucht, aber nicht weniger belebt. Mitte des Monats zeugt die Weihnachtsbeleuchtung noch vom Trubel des letzten Monats, als sich wahre Menschenmassen durch die Begegnungszone wälzten.


Das gibt mir das nächste Stichwort: Begegnungszone. Aber dazu nächstes Mal mehr. Unglaublich, wie viel mir im Schreiben zu einer einfachen Straße mitten in Wien einfällt....



Stadtplan von www.magwien.gv.at

Dienstag, 30. Januar 2018

Weck' den Tiger in dir....


In diesem Fall hab' ich den wohl eher in meinem Sohn geweckt, bzw. geht er nun regelmäßig mit Tiger schlafen und gemeinsam mit Tiger wird lesend darauf gewartet, bis der Rest der Familie wach ist... 

Wochenends wird manchmal auch den ganzen Tag lang mit dem Tiger gekuschelt, - aber um ehrlich zu sein, das kann unser Jüngster auch in jedem anderem Pyjama sehr gut, aber am liebsten seit einigen Monaten in schwarz-orange gestreift.






Unser Bub ist ja generell sehr tierlieb, aber zum Tiger hat er eine ganz besondere Liebe, da ist er quasi so richtig hineingewachsen... Man könnte sogar schon von frühkindlicher Prägung sprechen. Ist ja auch kein Wunder, wenn man jahrelang dank kleidungstechnisch-geschwisterlicher Vererbungslehre in einen Tiger-Nickypyjama gesteckt worden ist. Das prägt, sag' ich euch, und wie! Ihn und uns. Nach einer langen orange-schwarzen Durststrecke, die Dank einer Tigerfleecjacke nur unzureichend gemildert werden konnte, trat im Juni 2017 im Rahmen stoff-royaler Ereignisse die Eigenproduktion der Stoffprinzessin uns unser Leben. Das Freudengebrüll war tigergleich und noch einmal größer, als der Pyjama dann auch endlich fertig war. 



Fast wäre der Stoff zu wenig gewesen, aber dank der hinzugeschummelten Seitenstreifen in der Hose ging sich das bis auf den letzten Zentimeter aus. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr ich da ins Schwitzen geraten bin.... Und jetzt freu' ich mich jedesmal, wenn mein (nicht mehr ganz so) kleiner Tiger durch die Wohnung hüpft...



Schnitt: Shirt "Enfant Sportif" von Ostseepiratin, Gr. 134
Stoff: Eigenproduktion von Stoffprinzessin





Donnerstag, 25. Januar 2018

Grüße aus Marrakesch

Ende November, Anfang Dezember war ich mit meiner Mutter in Marrakesch... Im Sommer hatte sie beschlossen, sie möchte in ihrem Leben noch einige Destinationen besuchen und hat gleich mal zwei fixiert. Eine davon war Marrakesch und das Los fiel auf mich, dass ich sie begleiten durfte. 

Ist doch selbstverständlich, dass ich dann auch noch einiges für die vier Tage genäht habe, oder? Ich konnte irgendwie nicht anders, ich bin dem Reiz erlegen, - zumal ja hier winters Temperaturen um die 0 Grad herrschen und dort drüben - in AFRIKA (hier geheimnisvoll gedämpften Singsang vorstellen) - tja... einiges mehr. Nunja. Meist. Bevor wir hingeflogen sind, hatte es in der roten Stadt rund 25-27 Grad und danach auch wieder.... Richtig: zwischendurch nicht, da waren es 13-15, aber hey! Immer noch besser als die -3 und Schnee, die es derweilen in Wien hatte.

Und gut war's, das ich genäht hatte... nämlich leichte, lange (Arme, Schultern und Dekolletee bedeckende) Kleidungsstücke und Langarm hatte ich für drunter - im Fall der Fälle (HA!) auch mit. Es lebe der Zwiebel und sein Look!

Das Foto ist am wärmsten Tag - dem letzten, natürlich - entstanden (18-20 Grad und wunderbar sonnig), da war der genial fluffige Modal-Jersey Chrysantema gerade recht.


Gekauft hatte ich ihn mir schon im Sommer, genauer gesagt, am Eröffnungstag von Biostoffe, die in ihr neues Geschäftslokal umgezogen waren und dies mit einem großen Fest gefeiert haben. Dort habe ich auch mit Danielle Gencalp von Lillestoff ein langes, sehr interessantes und sehr anregendes Gespräch führen dürfen.... - Mensch! Was ich euch alles nicht erzählt habe! Puh! Schande über mich!

Nun ja. Jedenfalls gab es 2017 ein riesiges G'riss um den Stoff, aber wen wundert das? Die Farben sind einfach herrlich und noch ohne zu wissen, was es werden soll, habe ich ihn mitgenommen. Und dann wartete er geduldig... Ich wusste lange nicht, was ich daraus nähen sollte und plötzlich traf mich der Geistesblitz! Ein solches Muster braucht einen schlichten, ruhigen Schnitt: das Basic Oversize Shirt von Kibadoo, dieses Mal mit 3/4 Ärmeln.

Und die restliche Marrakesch-Garderobe? Die bekommt ihr noch zu sehen, wenn ihr wollt. das meiste ist in blau gehalten - irgendwie hatte ich da gerade wieder eine intensive Blauphase, aber es hat den Vorteil: es passt alles super zusammen! Vielleicht wird das ja noch was mit meiner Capsule-Wardrobe?! *hihihi*



Schnitt: Basic Oversize Shirt von Kibadoo, Gr. 38
Stoff: Chrysantema von Lillestoff via Biostoffe








Montag, 22. Januar 2018

Wasserfallhoodie von Kaidso


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Kennt ihr Kaidso-Onlinekurse? Ich bin in der Zeit, während der ich in der Näh-Bloggerszene aktiv bin - und das ist nun doch schon ein Zeiterl - immer wieder auf die Videos von Svenja gestoßen, in denen sie erklärt, wie man sich Schnittmuster nach eigenen Maßen erstellt. Ich weiß nicht warum, aber ich habe mich nie genauer damit auseinander gesetzt... Als sie dann vor Weihnachten ein Video for free herausgebracht hat, in dem sie erklärt wie man sich einen Hosenbund auf passend zurecht schneidert, war meine Aufmerksamkeit gefesselt... Immer wieder habe ich mir ihre Angebote angesehen, - allerdings noch ohne tiefere Auseinandersetzung damit.

Vorletzte Woche schießlich zeigte sie ihren Wasserfallhoodie, auf den sie anscheinend schon länger angesprochen worden war und nun endlich ein eigenes Video dazu gedreht hatte. Sie suchte Interessierte, die nach ihrer Anleitung einen Versuch starten wollten. Ich wollte! Meine Liebe zu Wasserfall ist ja hinglänglich bekannt!



Wie man sieht: es hat funktioniert!!!! Dazu muss gesagt werden, dass die Videokurse von Svenja aufeinander aufbauen und somit der Videokurs "Designkurs Wasserfallhoodie" erst am Ende steht, denn hier wird letztendlich gezeigt, wie man aus dem selbst erstellten Grundschnitt, einem Top, und den Erweiterungkursen Ärmel, Ausschnittvarianten und Kapuzen (es gibt ja jeweils ganz viele verschiedene Arten, die Svenja alle erklärt) den Wasserfallhoodie mit der besonderen Kapuzenlösung zusammenstellt. Die Videos selbst sind alle wirklich gut verständlich und wenn man sich mal darauf eingelassen hat, macht es wirklich Spaß, sich mit seinen eigenen Maßen und deren Umsetzung in ein Kleidungsstück auseinanderzusetzen. 






Bin ich zufrieden mit meinem Wasserfallhoodie? Ja! Gibt es  Dinge, die ich noch ein wenig verbessern würde? Selbstverständlich! Ich bin ja kein Profi und es käme einem Wunder gleich, wenn es gleich auf Anhieb perfekt wäre! Um die Oberweite herum ein wenig enger, an den Armen ein wenig weiter und die Kapuze gehört ein wenig tiefer, aber im großen und ganzen mehr als tragbar, würde ich sagen, - das sagen mir so manche Aussagen der Tochter, des Mannes und einiger Arbeitskollegen. 

Am meisten sagt mir zu, dass ich die Tiefe des Wasserfalls selbst bestimmen kann und jetzt auch weiß, wie das funktioniert! 





Schnittmuster nach Anleitung selbst erstellt - 

die Videokurse wurden mir von Svenja Köhler zu Verfügung gestellt 
Stoff: Sommersweat aus der Autumn-Serie von Lila-Lotta via Ylvi-House
Bündchen: Faltbündchen "Ozean" von Miekkie via Stoffprinzessin