Donnerstag, 1. Dezember 2016

Adventkalender - heuer mal etwas anders bei uns

Für uns.

Adventkalender gibt es bei uns eigentlich seit dem zweiten Lebensjahr unseres ersten Kindes. Sie war da ca. 1,5 Jahre alt und in diesen Sackerln steckten mal eine Mandarine, ein Naps, Gummibärchen, Pixie-Bücher, Fingerpüppchen... Im Laufe der Jahre wurde es nicht unbedingt leichter etwas Geeignetes für die Kinder zu finden, zumal es ja nicht bei einem Kind blieb, letztendlich auch beide Geschlechter  vertreten waren und man außerdem unterschiedliche Interessen berücksichtigen und - FAIR - bleiben wollte (ein nicht ganz unwichtiges Thema bei Geschwistern, gell?). 

Nachdem heuer zumindest vom Jüngsten der Wunsch nach einem Kaufadventkalender sehr laut kommuniziert worden ist (Lego! Der ist ja soooo coool!) und ich mir eigentlich nicht wieder den Kopf zerbrechen wollte, wie ich - nicht allzu teuer natürlich - mal wieder 72 Sackerln voll bekomme, wollte ich es heuer anders machen, - zumal das mit dem "allzu teuer" sowieso Utopie ist, da die Kleinigkeiten sowieso meist mehr als genug kosten und sich leider allzu oft auch als Schrott herausstellen. Und das mit dem gekauften Lego-Adventkalender?! Nein, ganz so unpersönlich wollten wir es dann auch nicht angehen, - vor allem weil wir glauben, dass die paar Figuren nicht wirklich den Preis und die Spielmöglichkeiten wert sind.

Also, hab ich für die Buben jeweils ein "größeres" Legoteil gekauft und gemeinsam mit meinem Mann an einem Abend Steinchen sortiert, die Anleitungen gekonnt zerlegt und in die einzelnen Säckchen verpackt.



Keine neue Idee, ich weiß, aber durchaus genial, und vor allem eine Idee, die bei unseren Buben heute wirklich sehr gut angekommen ist! Während der eine Bub sich sofort mit dem Legokatalog und den ersten 5 Steinchen auf die Suche nach SEINEM Teil gemacht hat, war der andere einfach nur glückselig und weigert sich, einen Blick auch nur in die Richtung des Kataloges zu werfen. Dabei hätte ich es mir eigentlich genau andersrum gedacht.... Sie sind halt immer für Überraschungen gut, die Kinderleins.

Natürlich ist in jedem Sackerl auch noch eine kleine Süssigkeit enthalten, wir wollen ja nicht so sein, gell?

Und das Mädchen? Sie hat heuer einen Rätsel-Adventkalender bekommen... Wie das funktioniert? Hier bitte sehr:



Und auch diese Idee kam sehr gut an, das erste Rätsel war doch tatsächlich in nicht einmal einer Minute gelöst....  Pffft. Wir hätten uns besser anstrengen sollen! Aber das war ja erst der erste Tag, es folgen ja noch ein paar.... ;-)

Und der elterlichen Paarbeziehung kommt sowas natürlich auch zugute: so haben wir ein paar wirklich nette Abende in trauter Zweisamkeit beim Steine sortieren, Anleitungen schnippseln, Sackerln befüllen und Rätsel-Verfassen miteinander verbracht. Lustig war's!

Ich wünsch euch allen eine schöne Adventzeit!

Mittwoch, 23. November 2016

Basic-Teile dringend erwünscht...

Ach, ich sag's euch! Kinder wachsen wie Unkraut und sie ändern manchmal ihre Vorlieben und Meinungen mit dem Wind. Da ist Flexibilität von Elternseite gefragt... Da ich prinzipiell in meinen Haltungen schon eher ein etwas trockener und  - äh - "zäher" Mensch bin, sehe ich meine Kinder in diesem Punkt als meine Lehrmeister. Manchmal bin ich schier am Verzweifeln, aber solche Momente nehmen zunehmend ab (grins, welch wortspiel!), muss ich feststellen...


Da wünscht sich das Kind "Basic-Teile", ganz einfach, schlicht... Ok. Ich denke an unifarben, dezent, - schließlich marschiert der große Bub auch schon in großen Schritten auf die ELF (!!!) zu. Maximal ein cooler Plott hätte es - meiner in vorausschauendem Gehorsam gebildeten Ansicht nach - eventuell  sein dürfen. Dies wurde wohlwollend abgenickt - und dann? Entscheidet sich das Kind für den Graffiti-Stoff! Cool, keine Frage! Ich hab ihn schließlich nicht vor einiger Zeit gekauft, weil er mir zu hässlich gewesen wäre, aber zu just diesem Moment habe ich absolut nicht damit gerechnet!

Dass sein Wunsch nach neuen Basic-Teilen, die nun farbtechnisch absolut nicht als basic einzordnen sind, immerhin im Schnitt den Anforderungen entsprechen, ist eine glückliche Fügung meiner Probenähexistenz: ein einfacher Basic-Raglan-Schnitt von Kibadoo, der als Besonderheit angeschnittene Taschen mitbringt, hier mit Kapuze.


Ich gestehe: Raglan-Sweater gibt es tatsächlich schon genug im Nähversum, doch die Handverstecker machen hinsichtlich des Kuschel- und Gemütlichkeitsfaktors schon einiges her, - das wird vor allem dann deutlich, wenn Kuschelsweat, Alpenfleece oder ein ähnlich kuscheliger Stoff verwendet wird, wie eigentlich vorgesehen. Mr. Kermit hier ist ein dünner Sommersweat, fast schon Jersey und somit nicht der geeignetste Kandidat, aber gut: der Sohn hat gesprochen! Demnächst zeig ich euch aber meine Variante. Winterkuschelherrliches Einmummeldings pur.

Ich habe dem Buben übrigens auch aus dem gleichen Schnitt einen Pyjamaoberteil genäht - war dringend gewünscht - das kommt davon, wenn man seine Kinder in ein Stoffgeschäft mitnimmt. In Ermangelung von Zeit, aber dem dringenden Bedürfnis geschuldet, meinem Kind Freude zu machen (zumal krank daheim), habe ich das noch nicht einsortierte Schnittmuster zur Hand genommen, das Seitenteil mit den Taschen einfach im Vorderteil integriert und voila: ganz schnell war ein PJ-Oberteil zusammengenäht. Wie gesagt: so richtig basic also, und nicht zu eng geschnitten.




Schnitt: Basic Raglan Sweater von Kibadoo, Gr. 152, erscheint demnächst, auch als Twin(e)book
Stoff: Kermit Graffiti Jersey (Sommersweat?)