Mittwoch, 1. Mai 2019

Kibadoo-Outfit: Hose Anike und Oversize Shirt {abgewandelt}

Im Laufe der kalten Jahreszeit ist in mir immer mehr der Wunsch nach bekleidungtechnischen Veränderungen aufgetaucht, also sind in den letzten Wochen und Monaten neue Outfits entstanden. Eines davon seht ihr hier:

Das Oversize-Shirt hat sich zu einem meiner Lieblingsshirts gemausert: es ist luftig, leicht und körperumspielend - vor allem in Modal einfach ein Traum zu tragen. Genau das, was ich zu dieser Jahreszeit gerade brauche: Lang- oder 3/4-Arm, aber doch so luftig, dass bei höheren Temperaturen nichts an der Haut klebt.
Damit es noch ein bisschen mehr MIR entspricht, habe ich eine kleine Änderung vorgenommen: dem Rundhalsausschnitt habe ich einen minimalen Wasserfall verpasst und ich kann euch verraten, mittlerweile ist es nicht das einzige Shirt seiner Art, so sehr hat mir das Ergebnis gefallen. 

Auch die Farbstellung ist einigermaßen neu: nicht das Blau, aber das Altrosa ist ein Neuzugang in meinem Farbspektrum. Ich habe gelernt, zeitweisen Farbvorlieben meinerseits nachzugeben, denn sie unterstützen mental in bestimmten Phasen des Lebens - das hat mir mal eine Freundin erklärt, deren Mutter als Künstlerin und Farbberaterin viel mit Farben gearbeitet hat. Und falls es nicht so sein sollte, es gilt dennoch immer: variatio delectat - auch im Schrank, nicht wahr?




Die Hose ist eine "Anike" ebenfalls aus dem Hause Kibadoo, aus dünnem Jeans, was wohl nicht die optimalste Wahl war. Für den etwas steiferen Stoff ist sie zu High-Waist, finde ich, aber ich habe wohlweislich Gürtelschlaufen angenäht, sodass ein Gürtel wahlweise optisch ein wenig entschärfen kann. Im Urlaub hab ich aus Umständen und Bequemlichkeit auf dieses Accessoir verzichtet, denn die Hose ist eines tatsächlich: saubequem!

Die Fotos sind übrigens in Nafplio auf der Peloponnes entstanden...

Einen wunderbaren 1. Mai wünsche ich,






Schnitte: Shirt: Oversize Shirt, Kibadoo, Ausschnitt verändert
Hose: Hose "Anike", Kibadoo aus Jeans
Stoffe: Shirt: Modaljersey "Blomma" von Lillestoff via Biostoffe
Hose: Jeans via Stoffschwester

Montag, 29. April 2019

Gürteltasche "Field Belt" von Merchant&Mills

Susanne feiert diese Woche ganz groß ihren 7. Bloggeburtstag und sie hat beschlossen, nicht nur ihr Blogbaby, sondern vor allem ihre Leser zu feiern! Das macht sie, in dem sie an vier Tagen jeweils das verlost, was sie selbst absolut super findet. 

Die heutige Verlosung einer "Field Belt" von Merchant & Mills nehme ich zum Anlass, euch meine zu zeigen, die ich mir noch vor unserem Oster-Besichtigungs-Marathon-Urlaub genäht habe - erstanden: eh klar: am Schneidereimarkt (eine tolle Zusammenfassung findet ihr hier bei Create in Austria und Birgit von LÖwin.g). Sonst bekomme ich meinen Hintern postmäßig gar nicht mehr hoch - der wiegt nämlich momentan verdammt schwer und so viel liegt in der Warteschleife... Seufz.

Wie auch immer: also - meine Gürteltasche, mein "Field Belt"


Gekauft habe ich das Kit natürlich bei "Stoffsalon" (und ich kann Susanne in ihrem Lobgesang nur zustimmen!). Der Oilskin ist einfach ein Traum und wenn ich ehrlich bin, sollte sich mit dem Rest fast sogar noch eine weitere Gürteltasche ausgehen. Ich muss nur noch mal das traumhafte Zubehör shoppen. Das Leder ist natürlich noch etwas steif, aber wir kennen das ja: das gibt sich von allein.



Die Anleitung ist natürlich auf Englisch, an sich kein Problem, zumal zeichnerisch erklärt. Ein wenig Gehirnschmalz hab ich allerdings schon gebraucht, denn irgendwie kam mir die Innentasche etwas klein vor - als es dann aber "Klick" gemacht hat, war auch das absolut kein Problem mehr, denn: der Aussenstoff zieht sich noch etwas mit nach innen, sodass eine Art Beleg entsteht - muss man ja erst wissen, auf den Fotos wird das nicht so klar (auf meinen jetzt auch nicht, sorry!). Insgesamt ist die Tasche letztendlich groß genug für die wichtigsten Dinge, die gegebenenfalls im Gedränge eines Städteurlaubs nicht verloren gehen sollten: Geldbörse, Pass und Handy (und ich hab wahrlich kein kleines Geldbörserl - ich sag's nur).

Und als Tipp: bei Susanne gibt es den Oilskin in dunkelgrün zu gewinnen, also habt ihr nun eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie euer "Field Belt" aussehen wird... :-)


Habt noch einen schönen Tag!







12tel Blick - April 2019

Zwischendurch war er ja da, der Sommer - mitten im April. Ich persönlich hab ihn ja nicht so miterlebt, war ich doch ein Drittel des Monats in Griechenland unterwegs, wo wir ihn im klassischen Sinn genießen konnten, den wechselhaften Monat: mit entscheidungsunfreudigem Wetter und ungewöhnlich kalt - nach Aussagen der Einheimischen. Uns hat's gepasst, so konnten wir die Peloponnes in voller Blütenpracht erleben und moderate Temperaturen sind beim Besichtigen sowieso zu bevorzugen, nicht wahr?

Aber zurück nach Wien: was hat sich getan? Viel! Durch unsere Abwesenheit haben wir die Blütenpracht im Park gegenüber großteils verpasst, alles ist bereits grün, nur die Blütenkerzen der Kastanien leuchten noch hervor. 


Hundezone und Ballspielplatz sind fast nicht mehr zu sehen, das Gelb des Schulgebäudes im Hintergrund lässt sich nur noch erahnen.

Das Gras sieht etwas ungesund aus, das liegt aber daran, dass es am Vortag abgemäht worden ist, da werden die kahleren Stellen wieder etwas deutlicher. Am Tag zuvor war es satt grün und überlang.

In diesem Monat ist wohl die stärkste Veränderung bisher vor sich gegangen, die Natur ist wahrlich explodiert. Wer weiß, wie sich die nächsten Monate gestalten, aber ich denke, eine ähnlich krasse Veränderung wird es frühestens im Herbst wieder geben.




Habt einen schönen Tag!

Donnerstag, 4. April 2019

{Yoga-Shirt}: "Handle with Love" und warum diese Botschaft wichtig ist

Im Herbst hab' ich es erstmals probiert: Yoga. Und ich merke, es tut mir gut, auch wenn mir meine Muskeln ein paar Stunden später oft was anderes sagen... doch noch ein paar Stunden später weiß ich: ja, es tut mir definitiv gut! Denn nicht nur, dass ich nach einer Stunde das Gefühl habe, ich gehe aufrechter wieder hinaus als hinein, so sehr bin ich erstaunt, wie schnell sich mein Körper von solcher Art Anstrengung mittlerweile erholt. Tatsächlich war ich nach meinen ersten Stunden für den Rest des Tages ernergie- und kräftemäßig zu wirklich gar nichts mehr fähig und außerdem benötigte ich mindestens vier Tage Regeneration. Mittlerweile bin ich bei drei, selten vier Einheiten pro Woche angekommen.

Nicht, dass man es prinzipiell nicht eh schon wüsste, aber das wichtigste Gut bleibt man letztendlich selbst. Gerade meine gesteigerte Körperwahrnehmung in den letzten Monaten hat mir das deutlich gemacht und ich fand, nichts passt besser zu dieser meiner Erfahrung als ein Yoga-Shirt mit eingängiger Botschaft - vor allem an mich selbst: "Handle with Love"!


Eigentlich wollte ich wegen einiger anderer Designs beim Probeplotten der "Stencil"-Serie von Shhhout! mitmachen - Stichwort "coole Jungs" - aber dieses Motiv hat sich mir verständlicherweise förmlich aufgedrängt. Ganz schlicht in metallic-lila auf schwarz, musste es sein, das war mir recht rasch klar, doch auf welches Shirt? Es musste "locker" fallen und ja, mittlerweile waren meine Erfahrungen beim Yoga so weit gediehen, dass ich bei einigen Positionen tatsächlich das Problem "rutschende und sich im Nackenbereich sammelnde Stoffmengen" kannte....


Ricarda von "Pech und Schwefel" hat schon im letzten Jahr mit ihrem Schnitt "San Diego" für Abhilfe geschaffen, aber der Rückenausschnitt war mir etwas zu groß, den habe nicht ganz so tief gezogen wie vorgesehen und so muss ich nicht auch noch drauf achten, dass das Untendrunter besser auch noch stylisch sein könnte.

Mittlerweile wurde das Shirt schon einem umfassenden Test unterzogen und ich kann bestätigen: es rutscht nichts, es blitzt nichts (die kompletten Umkehrposen ausgenommen, aber soweit bin ich ja noch lange nicht) und auch der Plott übersteht 3-4 Wäschen pro Woche bei 40-60 Grad. 

Und ich bin happy.

Macht es fein!


Schnitt: "San Diego" von "Pech und Schwefel" mit verkürztem Rückenausschnitt
Stoff: Lillestoff Modal schwarz via "Biostoffe"
Plott: "Stencil Icons" aus der Stencil-Serie von Shhhout!


{Werbung: mir wurde die Plotterdatei zum Probeplotten zu Verfügung gestellt}

Dienstag, 2. April 2019

#meinandererrucksack {Lemming proudly present}

Nachdem er sich vor einiger Zeit aus den Untiefen meines Innersten wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins gekämpft hat, war er ganz schon umtriebig, mein Lemming. Ergo musste ich neben jOne justament auch beim #sewalong von "Mein anderes Ich" mit ihrem Freebook #meinandererrucksack mitmachen.


Meiner Meinung nach ist er nicht mal eben schnell genäht, aber es macht definitiv Spaß! Aufgrund meiner Stoffwahl, bzw. meines Verzichts auf etwas festeres Vlies hat er leider etwas wenig Stand, was aber nicht unbedingt von Nachteil sein muss, wie mir kürzlich via Geistesblitz gedämmert ist. Denn dadurch lässt er sich wunderbar klein knautschen und er darf definitiv auf den nächsten Städtetrip mit! Die Erfahrung lehrt, zusätzliche Taschen mitzuhaben, kann nie verkehrt sein. Gut, dass über Ostern wieder eine Reise ansteht... hihi.


Apropos Reise: mein grauer Marrakesch-Anhänger, den ich vor etwas über einem Jahr beim Trip mit meiner Mama von einem netten Tuchwarenhändler im Souk geschenkt bekommen habe, passt perfekt! So trifft Marrakesch demnächst auf die griechische Antike. Ich freu mich!

Macht es fein!




Schnitt: #meinandererRucksack von Lee "Mein anderes Ich"
Stoffe: wasserabweisender Stoff außen, Baumwolle innen - beides von "Lieblingsstücke"


Sonntag, 31. März 2019

12tel Blick - März 2019

Unser Park heute Früh 8.30 Uhr. Gestern war das ja noch 7.30 Uhr.... Und auch jetzt schon tummeln sich ein paar Eifrige im Fußballkäfig.

Im Gegensatz zu letzten Monat und trotz der frühen Stunde herrscht hier mittlerweile schon ganz schön viel Farbe: sattes blau, viel satteres grün, Blüten - unterschiedlich dicht, aber täglich mehr. Während uns die weißen Blüten seit über einer Woche erfreuen und der Strauch sie schon wieder abwirft, waren gestern auf den Bäumen deutlich weniger Triebe zu sehen als heute Früh. 





Natur! Du bist schon faszinierend!


Genießt die Sonnenstrahlen!                                                       


Donnerstag, 7. März 2019

Der Lemming und die optische Beruhigung

Gestern hab' ich euch mein zugegebenermaßen etwas auffälliges Dschungel-Shirt gezeigt und zum Abschluss auch noch recht kryptisch davon erzählt, dass ich mir - weil nicht immer ist man in der Stimmung ganz so auffällig zu sein - auch etwas zur optischen Kalmierung genäht habe, das mein recht lang vermisster Lemming zu veranworten hätte.

Tja. Hier ist sie: mein Strickcardigan (für mich als Österreicherin aber immer noch "Weste" - sorry) jOne. 

Als die ersten Beispiele gezeigt wurden, habe ich was in meinem Inneren verspürt und als daraus ein regelrechtes "Gewurl" wurde, geahnt, dass mein ganz persönlicher Lemming aus dem verordneten Winterschlaf erwachen könnte. Und tatsächlich, langsam, ganz langsam hat er sich wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins durchgekämpft und irgendwann war sie zugeschnitten, die jOne.



In schwarz (und daher von der Kamera eher schlecht einzufangen). Gekürzt an Länge und ein wenig auch an den Ärmeln, weil: Stoff benötigt die Dame doch nicht wenig und ich hatte - wie denn nicht - um eine Spur zu wenig. Der Strick ist ein ganz fester, mit recht viel Stand - eigentlich optimal, denn so kommen der Kragen und die Taschen besonders gut zur Geltung. 

Ich habe bewusst diese eigentliche Un-Farbe "schwarz" gewählt, denn dieser Tatsache zum Trotz: sie ist ein Allrounder und nach Entsorgung meiner alten Strickweste im gleichen Farbschema vor über einem Jahr fehlte mir ein solches Talent manchmal dennoch.

In meiner Begeisterung hab ich mir gleich noch eine weitere genäht und noch mindestens 1-2 weitere Farben sind in Planung - als einfache Basic-Kombis zum Drüberwerfen im Winter und als Jackenersatz in der Übergangszeit. 

Diesmal bin ich dem Lemming wirklich dankbar. Schön, dass er sich mal wieder rausgetraut hat!


Ich wünsch euch was!





Schnitt: Cardigan jOne von Prülla, gekürzt
Stoff: Strickstoff Jasper von Swafing über Ylvi-House

Mittwoch, 6. März 2019

Wenn schon kein grüner Daumen...

...dann zumindest ganz viel grün auf Kleidung. 

Nein, einen grünen Daumen hab' ich wahrlich nicht. Ein paar Pflanzen besitze ich wohl, aber es sind sehr robuste, kathrin-geeichte Pflanzen, die schon fast 20 Jahre lang ihr Dasein fristen. Ja, anders kann man es nicht nennen: sie leben, aber wachsen und gedeihen? Nö, das wohl dann eher doch nicht, aber ich bin schon froh, dass sie zumindest nicht auf die knusprige Seite des Daseins wechseln.

Trotzdem: grün an sich liebe ich heiß und innig, nicht umsonst findet man in unserer Wohnung ganz viele grün-Akzente - hüstel: abgesehen von den Pflanzen.
Als im letzten Jahr dann auch noch Blätterprints auf Stoff immer öfter ihren Weg in die Stoffregale gefunden haben, hatten sie mich. Eins ist klar: man fällt damit auf und sticht aus der Menge heraus.

Nach meinem Kurzarmpulli "Daxi" (hier) und einer kurzen Daheim-Herumnudel-Hose (nicht verbloggt) aus dem Rest des Pullis dachte ich, dass mein Blatt- und Gründurst gestillt wäre, doch mitnichten! Den Grüntönen dieses Jerseys konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich finde sie eigentlich sehr frisch und fast frühlingshaft, auch wenn ich daraus einen Rolli genäht habe und es somit meine ganz eigene Methode ist, den Frühling ein wenig in den Winter hineinzuziehen.



Genäht habe ich eine "MaJuna" von Kibadoo, für die es seit kurzem ein Add-On für das ungekräuselte Vorderteil gibt. Bisher hatte ich sie noch nicht in Stoff umgesetzt, denn Kräuseln und ich?! Wir passen dann doch nicht so gut zusammen. 

Diese Variante aber hat mich sofort überzeugt und sogar noch eine weitere MaJuna in Tunika-Länge aus Jacquard nach sich gezogen. Die zeig ich euch demnächst!

Wie gefällt euch mein Rolli? Zugegeben, er ist wohl etwas gewagt und nicht jedermanns Sache, aber ich mag ihn sehr. Und wenn mir mal nach nicht ganz so "auffällig" ist, hab ich mir etwas dazu genäht, dass mein doch schon länger relativ gezähmter Lemming zu verantworten hat. Das zeig ich euch morgen! 

 Ich wünsch euch was!




Schnitt: MaJuna von Kibadoo, Add-on glattes Vorderteil
Stoff: Ylvi-House

Freitag, 1. März 2019

12tel Blick - Jänner / Februar 2019

Den Jänner habe ich - aus Gründen - hier am Blog schmählich ausgelassen, mein Jännerbild hab ich lediglich auf Instagram gezeigt....

Deshalb soll auch der Jänner heute seinen Auftritt haben, denn der Unterschied ist eklatant:


Für 2019 habe ich mir vorgenommen, dass ich nicht in die Ferne schweife, sondern euch den Blick aus unserem Wohnzimmer gönne.... nordseitig, 3. Stock Altbau, Blick auf den Park genau gegenüber. Im gelben Gebäude blitzt eine Volksschule herüber, auf deren Rückseite eine Berufsschule untergebracht ist. Dementsprechend geht es hier manchmal zu, im Park. Aber ich sag' ja immer: lieber Kinder- als Autolärm! :-) Letzterer bleibt uns zwar leider nicht ganz erspart, denn verkehrsberuhigt leben wir hier nicht, aber es ist ok.

Die Lage unserer Wohnung ermöglicht uns auch im Winter - trotz nord-ost-Lage - relativ viel Helligkeit und in den wärmeren Monaten, wenn sich die Neigung der Erdachse zur Sonne ändert, dann kommen wir abends in den Genuss der sehr schräg stehenden Sonne - ein grandioses Licht, das von den Bauten im Norden und Osten wunderbar reflektiert wird. 

Gestern, am bisher wärmsten Tag des Jahres in Österreich (und der wärmste Februartag seit den Aufzeichnungen), konnte man schon einen Eindruck davon bekommen, wie sich hier das Licht bald wieder spielen wird.


Im letzten Sommer wurde der Park quasi "umgedreht" - bisher gab es aus unserer Sicht "vorm Käfig" den Kinderspielplatz und die Hundezone gleich unterhalb der Schule. So gesehen, ist es für die Kinder jetzt viel angenehmer, denn einerseits wurde der Spielplatz neu gestaltet, liegt näher und ist viel größer, aber uns nimmt es den Blick auf die spielenden Kinder. Sei's drum: hören tut man sie sowieso... :-) 

Wie nicht anders zu erwarten, wurde der Spielplatz im Februar häufiger frequentiert: sie fängt schön langsam wieder an, die Zeit draußen. Vor allem hier im 15. Bezirk, wo die kulturelle Durchmischung doch sehr hoch ist. Ich mag das!




Alles Liebe,

Donnerstag, 21. Februar 2019

Love Dress by Sewera


Letzte Woche, pünktlich zum Valentinstag, brachte Carina mit ihrem schweizer Label "Sewera" ein Kleid mit dem passenden Namen "Love Dress" heraus.

Während der bewusste Tag für mich keinerlei Bedeutung hat und auch der Name des Kleides für mich nicht unbedingt ausschlaggebend war, mich zum Probenähen zu bewerben, so hat mich vor allem die besondere Form des Abnähers interessiert, der ja mal wirklich was Besonderes darstellt.

Außerdem weiß ich ja, dass Carina das Schneiderhandwerk von der Pike auf gelernt hat und ich nutze jede Chance ein bisserl hinter die Kulissen blicken zu können! :-)


Das Kleid ist auf festere Strechstoffe ausgelegt und soll ausdrücklich nicht allzu eng anliegen, ist aber doch sehr stark an ein Etuikleid angelehnt. Durch die strechigen Stoffe ist letztendlich sehr bequem und durch die schlichte Form auch sehr wandelbar. Carina, zum Beispiel, hat auf mehrere ihrer Kleider Pelen aufgenäht, sodass es nun wirklich sehr elegant aussieht.

Mein "Love Dress" ist ein sehr legeres, angenehm zu tragendes Kleid, dem ich statt der eigentlich vorgesehenen Belege am Ausschnitt eine kleinen Stehkragen verpasst habe. Ich konnte einfach nicht anders, zumal ich es in der Form fast sofort genau so vor Augen hatte, als ich das Kleid bei Carina gesehen habe.

Die Anleitung ist gewohnt sehr professionell (ich habe von Sewera bereits die Bluse genäht, sehr empfehlenswert!), die Verarbeitung und Tipps sowieso. Ich würde sagen, es ist ein Kleid, das seine Besonderheiten auf den zweiten Blick offenbart und er Näherin durchaus auch einiges abverlangt. Aber Herausforderungen sind dazu da, genommen zu werden, nicht wahr?





Schnitt: "Love Dress" von Sewera,
Stoff: Stepper Knit Optik altrosa von Lillestoff via Biostoffe


Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt, die verwendeten Materialien wurden von mir bezahlt, die im Post zum Ausdruck gebrachte Meinung ist unbeeinflusst und zu 100 Prozent meine eigene.



Mittwoch, 13. Februar 2019

Let's talk about - {Schmutzwäsche und Nachhaltigkeit}

Geben wir es zu: ein jeder von uns wäscht sie - Schmutzwäsche! Manche mehr, manche weniger, aber im Grunde ist sie und das damit einhergehende Arbeitspensum eine never-ending Story.
Vom Umwelt-Standpunkt aus betrachtet ist es natürlich am besten, man wäscht so selten wie möglich, doch wir alle wissen: das geht mit Kindern nur eher schlecht als recht. Ich persönlich habe aufgrund eines (damals sehr) hautsensiblen Babies auf Waschmittelkonzentrat ohne alle möglichen Zusätze umgestellt und nutze auch da nur einen Bruchteil der empfohlenen Menge und fahre damit nun schon seit über zwölf Jahren sehr gut. Und ja: die Wäsche wird sauber! :-)
Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Mir geht es heute um die "Kluppen", wie die Wäscheklammern auf österreichisch heißen. Ich weiß ja nicht, was ihr so habt, aber ich habe damals bei meinem endgültigen Auszug von daheim (und meiner ersten eigenen Waschmaschine - irgendwie war das DAS Symbol der Unabhängigkeit für mich) im Supermarkt die üblichen Plastikkluppen erstanden, die ich großteils auch heute noch habe. Mit den wachsenden Wäschebergen wurde auch die Zahl der Klammern erhöht und der Schwund ist in den letzten 20 Jahren dann doch recht überschaubar.

Irgendwann haben sie aber angefangen mich anzustinken, diese Plastikdinger. Zugegeben: es gibt ja auch welche aus Holz, stimmt, und einmal hab ich sogar welche gekauft, aber deren Schwund war erstaunlich hoch: das Holz sprang aus der Metallklammer oder die Kinder oder vielleicht auch ich haben sie für Basteleien zweckentfremdet.

Als in den letzten Jahren das Plastik bei meiner täglichen Hausarbeit (ja, genau: "machen sie eine typische Handbewegung") immer wieder mal zwischen meinen Händen zerbröselt ist, da wurde mir erstmals so richtig das Problem "Mikroplastik" bewusst. Man kann es lesen, man kann es verstandesmäßig nachvollziehen, aber so richtig - im wahrsten Sinn des Wortes - BEGRIFFEN habe ICH es erst dann, in diesen Momenten.


In den letzten Jahren hat sich aufgrund von Intensivierung an sportlichen Aktivitäten aller Familienmitglieder auch die Anzahl der Funktionswäsche zunehmend erhöht, also wollten wir uns schon länger ein Auffangnetz für Mikroplastik zulegen. Als ich vor einiger Zeitl also mal wieder ein wenig deswegen gestöbert habe, stieß ich auch auf die herrlich altmodisch anmutenden Holzkluppen und schwupps, waren sie mitsamt dem Netz besorgt.

Und nun kommt die unbezahlte Werbung, rein aus Überzeugung: Ich bin schlichtweg begeistert! Sie sind nicht nur herrlich Retro (also auch fürs Auge wunderschön), sie sind aus Buchenholz (in Deutschland) gefertigt und sie funktionieren einfach spitzenmäßig! Ich war ja doch etwas spektisch, aber mir ist bisher noch kein einziges Kleidungsstück vom formvollendet schönen, das Wohnzimmer bereichernden Wäscheständer *ironieoff* gefallen!


Ok, den Kindern muss ich erst noch beibringen, dass sie auf ihren morgendlichen Streifzügen nach der frisch gewaschenen Lieblingskleidung die Dinger nicht einfach wieder an der Leine befestigen können, denn ohne Stoff halten sie dann doch nicht (zumindest nicht an der Metall"leine"), aber das ist ein anderes Thema. Sie hinterlassen an der Wäsche keinerlei Abdrücke, anders als ihre Vorgänger und da sie sogar als "Sturmwäscheklammern" ausgewiesen sind, sollten sie einen etwas anspruchsvolleren Einsatz an frischer Luft auch standhalten können. Und das beste: sollten sie mal ausgedient haben - warum auch immer - kann ich sie unserem Holzofen als Futter zuführen!


Ich bin jetzt zwar immer noch nicht vom Anblick meines Wäscheständers im Wohnzimmer begeistert, aber ich gestehe, mit den Holzdingern schau ich ihn mir nun doch viel lieber an als vorher. Die noch funktionstüchtigen Plastikklammern dürfen selbstverständlich noch so lange bleiben bis sie ihr mehr oder weniger natürliches Lebensende erreicht haben und werden dann richtig entsorgt, aber nun hab ich eine Alternative und das freut mich ungemein!

Allein die kleine Plastikwäschespinne macht mich in ökologischer Hinsicht noch nicht glücklich. Sie ist super platzsparend und ein optimales Trockengerät für den ganzen Kleinschmarrn wie Socken, BHs und Unterhosen. Ich möchte sie nicht missen, da sie ein wahres Platzwunder darstellt (wir haben drei Stück davon) und am Wäscheständer somit wirklich viel Platz freischaufelt, - aber: sie ist eben auch aus Plastik. Wenn jemand eine Holz oder Metallalternative kennt, immer her damit!

Tut mir leid, ich hab heute also keine allzu hübschen Bilder für euch, aber: #fürmehrrealitätimnetz #wäscheständercontent. Muss auch mal sein, oder? :-)
Unbezahlte, unbeauftrage Werbung. Die Wäscheklammern und das Mikrofaser-Netz wurden von mir selbst bezahlt. Der Inhalt des Posts gibt meine persönliche Meinung wieder.


Wäscheklammern und Netz von Waschbär

Dienstag, 22. Januar 2019

DIY Weihnachtsgeschenke 2018 - Shirts

Und weiter geht es mit den selbstgemachten Weihnachtsgeschenken.... Heute: die Shirts.

Nr. 1 in grün ist die kleine Version eines Pullis, den ich meinem Jüngsten schon letztes Jahr genäht und hier nie gezeigt habe, obwohl er wirklich gern getragen wurde und auch immer noch wird (auch wenn er eigentlich schon wieder fast zu klein ist). Das Reststück des - finde ich - genialen Tiger-Jacquards von Albstoffe hat genau für das Vorderteil des Basic-Raglan-Pullis in Gr. 98 für meinen Neffen gereicht.

Nr. 2 verdankt seine Existenz dem Umstand, dass ich beim Erwerb eines anderen Stoffes zufällig über das Zebrapanel gestolpert bin. Das schrie förmlich nach dem Jüngsten und es war ja auch wirklich schnell genäht. Und um dem Eindruck eines Pyjamaoberteils entgegenzuwirken, hab ich meinen liebsten Trick angewendet: Fake-Ärmel. Mein persönlicher Tipp: ein Motivstoff wirkt als T-Shirt viel seltener "pyjamig" als ein Langarmshirt.



Und Nr. 3, für den großen Buben, wartete - zumindest im Kopf - schon seit dem Frühjahr auf Umsetzung. Rein ein geeigneter Stoff hat gefehlt, denn: der Bub sah in einem Geschäft ein Shirt - weiß, mit Verlaufspunkten in Schwarz, roter Block auf der Brust, schwarzer Schriftzug. Dass dort "BRNX" drauf stand, ist nicht zwingend notwendiges Wissen, aber der Vollständigkeit halber sei es erwähnt. Sah absolut cool aus, keine Frage, aber ein Preis von 7€ hat mich ziemlich schlucken lassen und mein Kind war meinen Argumenten zum Nicht-Kauf gegenüber wirklich aufgeschlossen. So hat es halt ein wenig gedauert, umso glücklicher ist er aber jetzt. Und als weiteren Bonus hat er einen wirklich individuellen Aufdruck darauf bekommen, hat schließlich sonst keiner.

Beide Shirts sind nach dem Schnittmuster Mix&Match-Hoodie Kids von Kibadoo genäht, die Ärmelvariante ist nicht im Schnittmuster enthalten.



Schnitt: Basic Raglan Sweater von Kibadoo
2x Mix&Match-Hoodie von Kibadoo
Stoff: Tiger: Jacquard von Albstoffe via Biostoffe
Zebra-Panel von Stoffschwester
Sommersweat weiß mit Punkten von Lillestoff via Biostoffe


Mittwoch, 9. Januar 2019

DIY Weihnachtsgeschenke 2018 - Taschen

Neugierig auf eine kleine Werkschau?

Auch wenn es hier am Blog relativ ruhig war, so bin ich nähtechnisch mitnichten auf der faulen Haut gelegen. Im Gegenteil, ich war sogar recht fleißig im Auftrag des Christkinds unterwegs, und so sind ein paar Weihnachtsgeschenke entstanden....die ich euch heute zeige - zumindest mach ich mal den Anfang mit den Taschen.

Am ersten Foto seht ihr den Großteil aller entstandenen Sachen. Die Sammlung ist jedoch auch nicht ganz vollständig, da es zwei Kuschelpolster, ein Häkeltuch und ein separat gewünschter Kissenüberzug für einen Hundepolster nicht aufs Foto geschafft haben.


Diese drei Schönheiten sind nach dem Schnittmuster "Kosmetiktasche Casey" von Pattydoo entstanden. Mich hat der Schnitt gereizt und das Vernähen von Vinyl, muss ich gestehen. Geht alles wunderbar und das dazugehörige Anleitungsvideo ist auch ganz toll erklärt. Nummer 1 hat noch etwas gebraucht, aber Nummer 2 + 3 gingen dann schon recht flott von der Hand, wenn auch die Maschine bei Nr. 3 dann auf den letzten halben Nahtmeter nicht mehr so richtig wollte. 

Meine Mama (Blumen), meine Schwester (grün) und die Tochter (beige/rosa) durften sich darüber freuen.



Die anderen beiden Taschen sind aus rotem Kunstleder (rot) bzw. Leinenstoff (beige), die Innentaschen sind bei beiden abwaschbar und somit ebenfalls als Kosmetiktasche verwendbar.  Die rote Tasche bekam die Freundin meines "Bonuskindes" und ist nach dem Schnittmuster Doppelreißverschlusstasche "Filigree" genäht, die andere ("Annex") ist quasi ein Doppelgeschenk: für meinen Bruder und seine Frau - was man auch an den unterschiedlichen Innentaschen erkennen kann. Hier hab ich mir den Spaß erlaubt die Reißverschlüsse tatsächlich gegengleich einzunähen und ja, das war wirklich auch so gewollt und ist nicht, wie man vielleicht meinen könnte, einfach passiert.

Genau diese Art der Doppelreißverschlüsse haben den Ausschlag gegeben, warum ich diese Schnittmuster nähen wollte.



Und zu guter Letzt: ein schnöder Turnbeutel. Der Jüngste kam unlängst auf mich zu und wollte einen von mir genäht bekommen. Tatsächlich bin ich kurz darauf über den coolen Panda gestolpert und so musste der auf die Weihnachts-Nähliste für den großen Tierliebhaber.
Eigentlich ist der ja schon so einfach, dass er sich fast von alleine näht, aber eben nur fast. Es handelt sich dabei um das DIY-Nähset von Alles für Selbermacher und im Grunde muss man die Schnittteile einfach nur ausschneiden und zusammennähen. Für ein bisschen mehr Action hab ich die Ecken mit schwarzem Snapap verstärkt, damit es nicht ganz so einfach ist. Schließlich braucht der Mensch ja Herausforderungen, neben jener, dass die Zeit möglicherweise etwas knapp werden könnte mit dem Arbeitspensum, das man sich vorgenommen hat. Nicht wahr? :-)





Schnitte: Doppelreißverschlusstasche "Filigree" rot (mittlere Größe) via NähConnection
Beuteltasche "Annex" beige (mittlere Größe) via NähConnection
Kosmetiktasche "Casey" von Pattydoo

Stoffe: wild zusammengetragen bei Stoffschwester, Lieblingsstücke, Dresowska 
(beschichtete Stoffe)

Dienstag, 8. Januar 2019

Und der letzte der Reihe - Maibritt 3

Und da ist er, die Nummer 3 und somit der letzte Pulli meiner Maibritt-Reihe. Ja, ich gestehe, der Schnitt hat es mir angetan.

Auch hier habe ich wieder den tiefen Ausschnitt gewählt und im direkten Vergleich zum letzten Post (hier) seht ihr auch, dass dieser hier definitiv NICHT ohne Untendrunter zu tragen ist und das hängt tatsächlich nur vom Stoff selbst ab.

Ich habe hier - wie beim Blätter/Bäume Stoff auf grau - ebenfalls einen Albstoffe-Strickstoff verwendet, der aber luftiger gestrickt wurde und dementsprechend weicher fällt. In Kombination dazu hab ich mir das Strickbündchen für den Ausschnitt eingebildet und es war zugegebenermaßen nicht die optimale Wahl, wobei optisch macht es schon einiges her, - um die Ausschnittsstabilität ist es jedoch nicht mehr allzu gut bestellt. Also: was für Untendrunter ist ein Muss (will ich nicht über Gebühr Aufsehen erregen)!


Man sieht es nicht genau, aber auf dem grauen Grund sind ganz feine rosa, orangefarbene und weiße Punkte eingebettet und das erlaubt doch einige Kombinationen. Ich habe nun schon rosafarbene, anthrazitfarbene und weiße Tops darunter getragen und das funktioniert alles wunderbar, wobei weiß fast zu hart ist!

Da ich vom Stoff nur eine begrenzte Menge vorrätig hatte, habe ich hier Vorderteil und Hinterteil auf die gleiche Länge gekürzt und beide sind nicht, wie im Schnitt vorgesehen, im Bogen geführt. Aber wie gesagt: der Pulli wird ja automatisch ein wenig länger, je länger man ihn trägt! :-)



Stoff: Strickstoff und Bündchen von Albstoffe via Biostoffe