Mittwoch, 7. August 2019

Ula, die Zweite - dieses Mal "ohne Schwanzerl"

Hä? Was meint sie mit "Schwanzerl"? Ganz einfach: Ula ist ein luftiges Blusenshirt, das vorne und hinten unterschiedliche Saumlängen hat. Meine grüne Ula (hier) hab ich in der geschwungenen Variante genäht, aber ich hatte da noch einen ganz dünnen Voile-Stoff von LilaLotta - aber wie es halt so ist: nicht mehr in der ausreichenden Menge. Abgesehen davon: hab ich schon erwähnt, dass er verdammt dünn - und damit auch durchsichtig - ist?! Ich hab mich entschieden, ein bisserl zu spielen und habe den Vorderteil zweilagig in unterschiedlichen Längen gestaltet - das Rückenteil ist aus weißem Viskosejersey. Letzteres müsst ihr mir einfach glauben: Foto von der Rückenansicht schlichtweg vergessen.



Wie beim Post zu meiner grünen Ula schon beschrieben, hab ich aufgrund der Kürze des Schnitts bzw. der Länge meines Oberkörpers in der Länge vorne 3-4cm dazu gegeben.

Obwohl das Teil sehr luftig ist, haben sich zwei Dinge als verbessungswürdig erwiesen: also, am Vorderteil passt mal alles - soweit so gut. Mein Sorgenkind ist die Rückseite... 1. reinweiß war nicht die beste Wahl - das ist ein zu harter Kontrast zum Vorderteil, aber darüber lässt sich noch diskutieren. 2. Viskosejersey ist verdammt schwer - vor allem im Vergleich zum luftig-leichten Stoff im Vorderteil und mir zieht es den Ausschnitt mit der Zeit in Richtung Hals. Suboptimal, sag ich da nur.

Ich spiele mit dem Gedanken grauen oder schmutzigweißen Slubjersey als Rückenteil zu probieren - sofern es ihn gibt.

Auf jeden Fall ist es kein Fall fürs Aufgeben. Das steht fest! 


Liebste Grüße,


Schnitt: Ula von Schnittgeflüster, verlängert
Stoff: Voile von LilaLotta

Dienstag, 6. August 2019

Immer benötigt...

Fleecejacken. Im speziellen: Alpenfleecejacken. Hier der absolute Dauerbrenner und einfach unschlagbar im Winter, unbedingt zu empfehlen bei Osterurlauben im - damals weitaus kühleren als daheim - Griechenland und ein absolutes "Die muss auf jeden Fall mit!", wenn es im Sommer auf 2000m in die Berge geht (oder wie nächste Woche ins prognostizierte nass-kühle Allgäu). 

Doch die Geschichte wäre wunderbar und wunderschön, wenn wir es vor unserem sommerlichen Bergurlaub gefunden hätten, das absolute Traumstück. Denn ein solches ist sie bzw. war sie! Ich war als Macherin wirklich stolz auf das Teil und der Junior liebte sie heiß und innig - Motiv und Kuschelfaktor 10: zusammen einfach unschlagbar für ihn. Ein absolutes Unikat.




Tja, und nun? Wir wissen nicht, wo sie ist. Die Großeltern und Freunde - soweit erreichbar - haben wir befragt, nicht die kleinste Spur hat sich aufgetan. Ich bin traurig, denn an manchen Kleidungsstücken hängt mein Herz (das Herz des Kindes sowieso), so wie das lustige H&M Shirt meines großen Sohnes, dass ich aus purer Not heraus ganz schnell mal besorgen musste, weil er sich komplett mit seinem Wasserflascherl angeschüttet hatte und wir nichts zum wechseln dabei hatten, - oder das erste selbstgenähte Sternen-Kapuzenshirt für meinen Jüngsten oder die x-mal geflickte Schlagjeans für meine damals dreijährige Tochter - wenn solche Teile nicht tatsächlich physisch in der Nostalgiekiste liegen, so zumindest in meiner gedanklichen. Und diese Jacke hatte durchaus Potential dazu. Seufz. 


Naja. Wir sind nun mal einfach traurig, der Sohn und ich, und hoffen ganz stark, dass sie irgendwo dann doch noch auftaucht.

Nun aber zu den Fakten: der Schnitt ist die "Sky" von Mialuna, komplett ohne Teilungen - mein liebster Sweatjacken-Schnitt. Der Stoff ist ein Alpenfleece, eingekauft im Juni 2018 am Holland-Stoffmarkt in Passau. Dem musste ich damals einfach einen Besuch abstatten, so nah an Österreich hat man kaum die Möglichkeit dazu und mein Mann hat anstandslos mitgespielt. Schön, dass er meine Spinnereien manchmal so wunderbar mitträgt.

Und was die Jacke betrifft: hofft bitte mit uns!






Schnitt: "Sky" von Mialuna, ohne Unterteilungen
Stoff: Alpenfleece, Holland Stoffmarkt

Mittwoch, 31. Juli 2019

12tel Blick - Juli 2019

Entgegen meiner Erwartungen sieht man doch ein paar Veränderungen zum letzten Monat... der Baum rechts im Bild blüht (ein Spätblüher? - ich oute mich als botanisches Nackerpatzerl), die Kastanien tragen schon recht große und vor allem zahlreich ihre Früchte, einige haben bereits ein etwas schütteres Haupt, 1-2 bereits braune Blätter. 

Im Gegensatz zum Juni war der Juli temperaturmäßig "normaler", auch wenn wir zumindest eine mehrtätige Hitzewelle verzeichnen konnten. Immerhin gab es zwischendurch auch Abkühlung und normal erträgliche Temperaturen zwischen 24-28 Grad. Dennoch sieht man dem Rasen an, dass er dem Sommer in der Form wohl nicht allzu viel abgewinnen kann. Man muss jedoch dazu sagen: bewässert wird hier nicht und dafür macht er sich ja doch recht brav.


Mein heutiges Bild scheint etwas trüb. Möglicherweise liegt es daran, dass ich es heute am späteren Nachmittag kurz vor den vereinzelt einsetzenden Regengüssen geschossen habe. Davor war es ziemlich schwül und ich denke doch: man sieht es dem Bild durchaus an!



Auf in den August!





Montag, 29. Juli 2019

"Pure Ocean" + "Summer" {Formenfroh; Werbung}

Meer geht immer. Das gilt vor allem dann, wenn man für 2019 das Meer bereits hinter sich gelassen hat und der Sommer aber zu einem guten Teil noch vor einem liegt.

Gut, dass wir nähen können. Und plotten. Da fällt einem die gedankliche Reise an den Strand gleich umso leichter. 

Sonja von "Formenfroh" hat letzte Woche den Sommer mit einigen Plotts gefeiert und wir haben fleißig mitgefeiert. Meine Buben wurden mit diversen Motiven ausgestattet...



...und auch ich habe mir ein bisschen Ozean-Liebe gegönnt. Ausgeführt hab ich den Sweater dann lustigerweise auf knapp 2000m über dem Meeresspiegel (na bitte, immerhin da ist der Bezug zum großen Blau vorhanden). Auch wenn ich die Hitze nicht so sehr mag, das Meer mag ich gern und auch die Berge finde ich wunderschön. Umso schöner, wenn man das eine zum anderen mitnehmen kann. Gedanklich.

Ich habe hier den Plott insofern verändert, da ich die Schrift via Outline in die Sonne eingefügt habe.

Und der große Bub? Der bekam ein Sommer-Shirt mit "Summer-Plott. Da er auf den dazugehörigen Schriftzug verzichten wollte, hab' ich ihm die Palmen mittig gesetzt und so kommt das auch richtig, richtig gut. Allerdings am Foto nicht so gut wie in realitas - so melierter Stoff lässt sich wirklich verdammt schlecht fotografieren!



Die Plotts gibt es derzeit noch im Angebot in Sonjas Shops bei Etsy und Makerist - und als Geschenk gibt es seit heute auch noch das Freebie "Amici del Mare", damit die ganz Kleinen auch ihre Freude am Sommer haben.

Ich wünsche euch wunderbare Sommertage - egal ob in den Bergen, am Strand oder daheim!




Schnitte: "Henric" von Kibadoo, Sweater Marke Eigenbau, Kaufshirt
Plotts: "Pure Ocean", "Summer" von Formenfroh

Samstag, 6. Juli 2019

Fünf Fragen am Fünften {von essenstechnischen Vorlieben, TV-Lieben, frisurlichen Entwicklungen, Sonnenaufgängen und Kunst}

So, gestern hat es mir meine Antworten 3x vom Rechner geschossen. Warum auch immer. Heute versuche ich es ein letztes Mal, denn eigentlich will ich schon so lange mal an Nics Monatsaktion teilnehmen.... Also...

1. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?

Ja. Ich gestehe. Zum einen, weil ich einfach sicher gehen möchte, dass ich das, was ich bestelle, auch wirklich mag. Ich bin in kulinarischen Dingen leider nicht sehr experimentierfreudig, vor allem deshalb, weil ich es nicht würzig und schon gar nicht scharf mag und Restaurant-essen ist oft gewürzter als mir lieb ist. 
Mit Geschmackexperimenten wie süß-sauer darf man mir überhaupt nicht kommen, ich bin eher der Typ: entweder, oder! Aber sicher nicht beides gemeinsam. Das verwirrt mich nur und stößt mir sprichwörtlich sauer auf. 

Allerdings bemühe ich mich immer öfter, doch auch andere Dinge zu probieren. Man lernt ja nie aus, nicht wahr? Hier ist tatsächlich der Weg das Ziel.

2. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Formate schaust?

Da ich ganz groß in fremd-schämen bin, bin ich für die denkbar schlechteste Zielgruppe für angedachte TV-Formate. Wenn ich es mal doch versuche, empfinde ich fast körperlichen Schmerz dabei - kein Schmäh! Ihr könnt jeden in meiner Umgebung befragen, der mich schon einmal beobachten konnte, wie sehr ich mich gewunden habe, als man in meinem Umfeld versucht hat, besagte TV-Programme, sogenanntes Trash-TV, zu schauen.
Was aber nicht heißt, dass ich nicht in Serien hineinkippe, das ist dann allerdings auch immer nur phasenweise und kann auch schnell wieder vorbei sein und es braucht einige Monate, bis die nächste Phase eingeläutet wird. Insgesamt bin ich eher der Trekkie-, Star-Wars, Phantasy- und Krimi-Typ, am liebsten mit einem Schuss Selbstironie und/oder Sarkasmus. Das liebe ich ja sehr. Auch wenn es durchaus blutig sein darf, so mag ich Horror überhaupt nicht, genauso wenig darf es zu vorhersehbar und plakativ sein. 
Aber zurück zur Frage: alles wofür ich mich genieren könnte, schaue ich nicht, denn allein der Gedanke daran ist mir zu peinlich und ehrlich: mir um meine Zeit zu schade. 😊


Dass aber Fernsehen bei uns generell nicht so groß geschrieben wird, sieht man daran, dass 1. unser Fernseher ein relativ altes Teil ist, das wir geerbt haben, 2. er weder an Kabel oder Satellit angeschlossen ist und somit sein Dasein lediglich als Abspielgerät fristet und 3. er in einem Kasten versteckt wird. Wir wollen ihn einfach nicht prominent im Zimmer stehen haben und tatsächlich ist es so: aus den Augen, aus dem Sinn.

3. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Meine Haarfarbe habe ich erst im Oktober 2018 geändert, als ich erkennen musste, dass ich schon lange nicht mehr das blonde Mäderl meiner Kindheit war. Ich bin im Laufe der Jahre, immer dunkler geworden und war mittlerweile eher mehr dunkelbrünett mit einem Stich ins Rote und ein bisschen weiß. Also hab' ich damals beschlossen, dem nachzugeben, und gönne mir seither hin und wieder eine Tönung mit einem Schuss mehr ins Rötliche für meine Längen und der Haaransatz bekommt eine Glanztönung in Naturhaarfarbe.



Eine tatsächliche Frisurveränderung ist schon etwas länger her und zwar war das im Jänner 2015, nach dem Tod meiner Oma. Das musste einfach sein, es war mir ein unbeschreibliches Bedürfnis nach den Monaten der Angst und Sorge um die zwei wichtigesten Frauen in meinem Leben - meine Mama und meine Oma. 

Seither dürfen sie aber wieder wachsen und ich habe sie derzeit wohl länger, als ich sie seit meiner frühesten Schulzeit jemals hatte.


4. Wann hast du zum letzten Mal einen Sonnenaufgang beobachtet?

Mhm... Bewusst?! So richtig, mit extra Aufstehen dafür?! Ich glaube eigentlich noch nie. Natürlich habe ich schon einige erlebt, dann aber eben aus eher banalen Gründen: weil man die Nacht davor durchgemacht hat, weil man noch im Dunkeln in Richtung Urlaub losgedüst ist (und die Kinder somit noch einen Großteil der Reise verschlafen) oder einfach am Weg zur Arbeit. Letzteres - aus Gründen - eher in der kühleren Jahreszeit mit wenig Sonnenstunden, aber da... Ja, da waren wirklich schon einige grandiose Sonnenaufgänge dabei...
 


Aber eigentlich liebe ich die Zeit unmittelbar nach dem Sonnenaufgang. Die Ruhe, die spezielle Stimmung, wenn noch ein wenig Nebel über die Landschaft streicht, bevor die Hitze des Tages wieder an Fahrt aufnimmt - so wie hier auf Formentera 2007, als ich kurz nach 6 Uhr früh mit einem Einjährigen spazieren ging, damit die anderen noch etwas länger schlafen konnten...


5. Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?

Ich hatte schon immer eine große Affinität zur Antike, nicht umsonst habe ich dann auch Alte Geschichte studiert. Wen wundert es also, dass das Kunstwerk, das mich nachhaltig und voll umfassend beeindruckt hat, doch schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel hat. Vielleicht lag es auch an der besonderen Art der Präsentation damals, aber die Nike von Samothrake hat einen ganz besonderen Stellenwert für mich. Man stelle sich eine Abendvorlesung im Wintersemester vor, ein betagter, aber von seinem Fach hoch begeisterter Professor präsentiert mit seiner sonoren Stimme in einem fast vollständig abgedunkelten Raum dieses Kunstwerk des Hellenismus, während die Siegesgöttin selbst in ihrer Eleganz und Erhabenheit an der Wand über einem schwebt. Wir haben mehrere Stunden mit ihr zugebracht und jedes Detail besprochen, doch ich konnte sie fühlen. Sie hat mein Innerstes berührt und das tut sie auch heute noch.

Quelle
Natürlich gibt es immer wieder auch jüngere Kunstgegenstände, die mich tiefer ansprechen, doch weitaus am öftesten bzw. auch am leichtesten passiert mir das mit antiker Architektur und Kunst, sowie archäologischen Stätten. Sie entrücken mich, erhöhen mich. Könnt ihr euch vorstellen, wie selig ich war, als ich sie im Louvre persönlich besuchen durfte?


Danke Nic, für diesen Ausflug - in mich!






Mittwoch, 3. Juli 2019

Bei Hitze das einzig Wahre: Shirt Rosa

Wenn schon nicht luftig, dann muss es für mich bei diesen Temperaturen zumindest ärmellos sein, - alles andere ist im wahrsten Sinne des Wortes für mich unerträglich.

Da ist Freuleins Shirt "Rosa" der ideale Begleiter - und dass es einen Wasserfall-Ausschnitt hat, ist geradezu schicksalhaft. Dieser entsteht durch die Raffung in den seitlichen Passenteilen, die verstärkt werden und dadurch auch bei dem dünnen Fall von Modal wirklich angenehm am Körper aufliegt. Katrin hat sich da einiges angetan, vor allem was die Verarbeitung anlangt: auch wenn ich kein Foto davon gemacht habe: aber das Teil ist von innen wie außen gleich schön, dh. man sieht keinerlei Nähte im Ausschnittbereich und Ärmel.




Mittlerweile musste ich mir ein zweites Shirt nähen - wieder "Rosa", wieder Modal. Es passt halt einfach - und dazu ist es tatsächlich so richtig schön retro. In letzter Zeit hab ich doch wieder das eine oder andere für mich genäht, darunter ein Traumkleidchen aus Tencel, - wenn sich doch alles auch so einfach fotografieren ließe, wie es unter der Nähmaschine hervorhüpft... wobei: ganz so einfach ist das gar nicht mehr, ich bin ganz schön eingespannt, aber ab und an muss es einfach sein. Dann jucken die Finger, Stoff und Nähmaschinen rufen und ich muss dem Sirenengesang einfach folgen. Und danach gehts mir besser. Schön ist das!

Habt noch einen schönen Abend!






Stoff: Modal von Lillestoff via Biostoffe

12tel Blick - Juni 2019

So nass der Mai war, so heiß war der Juni. Überall tönt es: der heißeste Juni seit der Messgeschichte - zumindest hier in Österreich, die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) nennt ihn sogar "ein Juni für die meteorologischen Geschichtsbücher" (hier).

Ohne schlechtem Gewissen kann ich das bestätigen, meine leidvolle Erfahrung hat mir den gleichen Eindruck vermittelt. Und da er so warm war, der Juni, und zu erwarten ist, dass man allenthalben Schönwetter- bzw. Hitzebilder zu sehen bekommt, hab' ich beschlossen, ich gebe hier den Kontrapunkt:


Der erste richtige Sommergewitter-Regenguss: heftig, erholsam, aber leider wieder viel zu schnell vorbei. Am 20. Juni, nach drei Wochen Hitze. Damit ihr den Regenvorhang gebührend bewundern könnt, musste das Foto "etwas" überbelichtet werden, aber nur so kommt er richtig rüber, der Regen.

Zugegeben, vom Park sieht man nicht allzu viel, aber so viel hat sich seit Mai nicht getan... Das Grün der Kastanien ist nun wirklich satt dunkelgrün, das Gras etwas verbrannt, der Park selbst rund um die Uhr mehr als gut besucht - außer bei Platzregen. Und plötzlich ward es still.... es rauscht nur der Regen.



Habt es fein!              

Freitag, 14. Juni 2019

Grün, grün, grün sind meine liebsten Kleider....

Nein, das stimmt so nicht ganz, aber dass Grün eine meiner Lieblingsfarben ist, ist mittlerweile bekannt - in so ziemlich allen Farbschattierungen. 

Grün - oder zumindest grün-lich - ist auch eine jener Blüschen, die in letzter Zeit in meinen Kleiderschrank gewandert sind: "Ula" von Schnittgeflüster.

Das Label ist ja für seine schlichte, mehrheitlich oversizige, und - wie ich finde - durchaus extravagante Schnittführung bekannt. Alles, was Dani so designed, präsentiert sie an sich selbst in absoluter WOW-Manier. Ungelogen: an der Frau sieht einfach alles klasse aus - selbst ein Müll-Sackerl, wie sie schon bewiesen hat. :-)

Ganz so gekonnt stylisch wie sie bekomme ich es nicht hin, aber ich versuch es mal... Hier ist sie, meine Ula!


Es hat mich tatsächlich die absolute Weite des Schnittes aus den im letzten Post erwähnten Gründen gelockt, auch wenn ich letztendlich die nicht ganz so weite Version genäht habe. Da ich sie mir vor Ostern für unseren Griechenland-Urlaub genäht habe (Lagenlook bot sich im Vorfeld an, die Hoffnung war aber groß, dass ich sie einfach so anziehen kann... war dann zwar nicht so, aber mit 3/4-Arm-Shirt darunter sieht das auch nicht übel aus), hab ich mich für den höheren Halsausschnitt entschieden, auch wenn er mir persönlich nun doch fast zu eng ist. Ist so, bleibt jetzt auch so.


Ula kann man auch in einer Länge, mit kantigem Übergang von kurz auf lang oder eben, wie ich sie genäht habe, mit Rundung nähen. Für meinen langen Oberkörper ist die vordere Kürze Länge fast zu kurz, 3-4 cm mehr wären optimal, stört aber mit High-Waist-Hose absolut nicht.

Der Stoff ist ein ganz dünner Webstoff - nicht wirklich fließend, wie für den Schnitt empfohlen, aber durch seinen Stand sehr luftig zu tragen! Auch wenn er etwas wild anmutet, finde ich ihn doch im Gesamtbild sehr harmonisch und ich fühle mich darin sehr wohl. So soll es ja auch sein, nicht wahr?

Ich wünsche euch noch einen herrlichen Sommertag!




Schnitt: "Ula" von Schnittgeflüster
Stoff: dünner Webstoff von Komolka

Mittwoch, 5. Juni 2019

Wenn der Sommer wider Erwarten doch schneller ist - Gesamtoutfit Anike + Tessa

Jetzt hat der Sommer doch tatsächlich glatt mich und meine Blogfaulheit eingeholt. So kommt ihr nun in den Genuss Outfits präsentiert zu bekommen, die ich so, in dieser Zusammenstellung bei 28-30 Grad sicher nicht tragen werde. In den letzten Wochen allerdings hatten beide Teile - sowohl einzeln als auch in Kombination - ihre durchaus zahlreichen Momente.

Ok, die Hose wird vermutlich auch jetzt noch getragen werden, besteht sie doch aus dünnem Webstoff mit Strechanteil. Außerdem ist es im Büro mit übereifriger Klimaanlage ebenfalls von Vorteil, wenn die 7/8-Länge garantiert, dass man untenrum nicht allzu "nackig" ist. :-)


Die Hose konntet ihr beim letzten Post schon "erspernseln" (erspähen), das Outfit besteht aus der Hose "Anike" und der Bluse "Tessa", beides aus dem Hause Kibadoo. Die Bluse hat mich anfänglich nicht mit Feuer und Flamme begeistert, schließlich wurde sie ursprünglich mit Stehkragen und Kräuselabschluss präsentiert - beides nicht so meines. Als ich dann aber die Möglichkeiten des Schnittes und die darin innewohnende Schlichtheit erkannte, hab' ich es gewagt.

Tja, was soll ich sagen? Ich hab' mir doch glatt noch eine zweite genäht!


Die Stoffauswahl selbst war ein Versuch. Normalerweise hab' ich es ja nicht so sehr mit Blümchen und Lieblichkeit, das sind zwei Dinge, die - meiner Ansicht nach - nicht unbedingt gut mit mir harmonieren, doch mein Modal-Mohn-Shirt hat mich mutig werden lassen, zumal die Farbzusammenstellung eine ähnliche ist. Das Ergebnis stellt mich durchaus zufrieden, muss ich sagen.

Überhaupt stelle ich fest, dass ich zunehmend meine Blusenphobie überwinde, denn ich habe tatsächlich erkannt, dass  Blusen nicht per se knackig-eng sein müssen, sondern in einer oversizigen, fluffigen Form durchaus ein angenehmes Tragegefühl vermitteln können - trotz meiner in den letzten Jahren entwickelten Hyperhidrose. Aus diesem Grund sind noch ein paar andere blusen in meinen Kasten gewandert. War ja klar, oder?


Habt einen feinen Tag!




Schnitt: Hose "Anike", Bluse "Tessa"
Stoff: Hose: khakifarbener Webstoff mit Strechanteil via Stoffschwester
Viskose-Blusenstoff, Design JolieJou, via Stoffschwester


Dienstag, 4. Juni 2019

Mal wieder abgewandelt und mit postiver Message - Oversize-Shirt

Meinen alltime-favourite Shirtschnitt "Oversize-Shirt" von Kibadoo hab ich euch ja hier schon gezeigt, und auch die Änderung erwähnt, die ich dort schon gemacht hatte, die da wäre: der leichte Wasserfall.

Und ein solcher fällt ganz besonders gut, wenn der Stoff der Wahl "Modal" ist. Ich muss gestehen, ich vernähe ihn zunehmend gerne, auch wenn er schon sehr dünn ist und je nach Schnitt auch mitunter ziemlich fies sein kann: da zeichnet sich wirklich jede Unebenheit darunter ab. Hüstel. Umso schöner fällt er allerdings, trägt man ein fluffiges Shirt.


Seht ihr das Gelb? Ist das nicht einfach der Hammer? Schon letztes Jahr bin ich nicht daran vorbei gekommen, es musste aber bis heuer geduldig warten, bis es an die Reihe kam. Muss ja schließlich gut überlegt sein, womit man diese geniale Farbe zur Geltung bringen möchte....

Genauso schwer komme ich an simplen, aber wirkungsvollen und vor allem postiven Plotts vorbei, wie den hier von Formenfroh. Manchmal wartet das eine nur auf das andere, ohne es zu wissen. Und VOILA!



Nun ist es fertig, das neue Teil meiner Garderobe: schlicht, aber mit dem gewissen Etwas. 

Die Hose ist auch wieder eine "Anike", in dem grün ein ziemlicher Allrounder zu meinen, in den letzten Monaten entstandenen Nähstücken. Schön langsam kristallisiert sich doch tatsächlich so etwas wie ein roter Faden heraus, - auch wenn der vorrangig nicht wirklich rot ist.... Aber vorerst zeig' ich euch nach und nach meine neue Garderobe, denn ich finde, auch stilmäßig hat sich bei mir so einiges verändert. Aber immerhin nähe ich jetzt zunehmend ganze Outfits oder zumindest solche, die sich zu Outfits in div. Zusammenstellungen kombinieren lassen....



Seid gespannt!




Schnitt: Shirt: Oversize-Shirt von Kibadoo, Ausschnitt verändert
Hose: Anike von Kibadoo
Plott: "Yesyesyes" von Formenfroh
Stoff: Lillestoff Modaljersey via Biostoffe
Gabardine? von Stoffschwester

Donnerstag, 30. Mai 2019

Nähen als Teeniemutter... {Plotten}

...findet so gut wie gar nicht mehr statt. Ist so.

Für die Tochter wird so gut wie gar nicht mehr genäht, die bezieht ihre Kleidung derzeit hauptsächlich aus dem Aussortierten ihres (1,86cm) großen Bruders und dem Kleiderschrank ihres Vaters, der zwar kein Riese ist, sie aber immer noch um mehr als 15cm überragt: genau: baggy, oversize und das dunkle Farbspektrum sind derzeit gefragt.

Auch der mittlere Bub - seit März offizieller Teenie - verzichtet zunehmend auf Kleidung aus Mamas Werkstatt, aber plotten - ja, das geht ab und an. Wichtigstes Kriterium: cool muss es sein - nach seinen Maßstäben. Farbtechnisch ist er mit rot, blau und militärgrün sogar noch um Welten bunter als seine ältere Schwester. Dieses Mal hat das frische bundesheer-grün das Rennen gemacht:




Die Message passt, die Mutter kann nicht mehr alles einfach so reindrücken, da erntet sie schon mal ein "No Way" - wenn schon nicht akkustisch, dann zumindest im Blick. Und der ist tatsächlich perfektioniert, da braucht er seine Stimmbänder gar nicht bemühen. Aber auch Mütter sind nicht auf der Nudelsuppe daher geschwommen und wir haben mittlerweile unsere eigene Kommunikation gefunden - blicktechnisch werden da oft gar nicht mal so kurze Unterhaltungen geführt und auch gegenseitig verstanden.

Noch cooler wäre der Plott gewesen, wenn ich tatsächlich auch das "Grungige" entgittert hätte, so wie es Shhhout! vorgesehen hatte - da war ich wohl mal zu sehr in einer Blick-Unterhaltung gefangen, ob mit der Tochter (ja, die kann das auch!) oder eben diesem Sohn hier, weiß ich nicht mehr *schulterzuck*.

Cool findet er das Shirt trotzdem. Ich auch, muss ich sagen.


Schönen Tag wünsch ich euch noch,



T-Shirt gekauft - auf Wunsch

12tel Blick - Mai 2019

Und schon ist er wieder um, der Wonnemonat Mai. Naja, mit der Wonne hatte er es im Jahr 2019 nicht so sehr, zumindest nicht wettertechnisch. Aber das ist schon ok so, die Natur atmet auf und wir Menschlein werden es überleben, wenn wir mal nicht schon ab 1. Mai an der Sommerbräune arbeiten können.
Heute liefere ich euch einen dramatischen Himmel, aufgenommen zwischen zwei Regengüssen, aber die Bäume sind satt grün.

Die Natur dankt es des Wetter, zumindest hier im Osten von Österreich, wo wir von Unwettern in den meisten Fällen verschont bleiben. In den Bergen liegt noch Schnee, die Grundwasserreservoirs sind aufgefüllt.

Das wichtigste Accessoirs in den letzten Wochen waren ohne Zweifel: der Regenschirm, die Regenjacke und die Gummistiefel.


Um ehrlich zu sein, fände ich es jetzt gar nicht so schlimm, wenn der Sommer heuer im Gegensatz zu den letzten Jahren eher kühler ausfallen würde. Ich glaub's ja nicht wirklich, dazu haben wir noch viel zu viel Sommer vor uns, - aber der Gedanke daran ist mir zumindest nicht gänzlich ungangenehm.




Liebe Grüße,