Donnerstag, 7. März 2019

Der Lemming und die optische Beruhigung

Gestern hab' ich euch mein zugegebenermaßen etwas auffälliges Dschungel-Shirt gezeigt und zum Abschluss auch noch recht kryptisch davon erzählt, dass ich mir - weil nicht immer ist man in der Stimmung ganz so auffällig zu sein - auch etwas zur optischen Kalmierung genäht habe, das mein recht lang vermisster Lemming zu veranworten hätte.

Tja. Hier ist sie: mein Strickcardigan (für mich als Österreicherin aber immer noch "Weste" - sorry) jOne. 

Als die ersten Beispiele gezeigt wurden, habe ich was in meinem Inneren verspürt und als daraus ein regelrechtes "Gewurl" wurde, geahnt, dass mein ganz persönlicher Lemming aus dem verordneten Winterschlaf erwachen könnte. Und tatsächlich, langsam, ganz langsam hat er sich wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins durchgekämpft und irgendwann war sie zugeschnitten, die jOne.



In schwarz (und daher von der Kamera eher schlecht einzufangen). Gekürzt an Länge und ein wenig auch an den Ärmeln, weil: Stoff benötigt die Dame doch nicht wenig und ich hatte - wie denn nicht - um eine Spur zu wenig. Der Strick ist ein ganz fester, mit recht viel Stand - eigentlich optimal, denn so kommen der Kragen und die Taschen besonders gut zur Geltung. 

Ich habe bewusst diese eigentliche Un-Farbe "schwarz" gewählt, denn dieser Tatsache zum Trotz: sie ist ein Allrounder und nach Entsorgung meiner alten Strickweste im gleichen Farbschema vor über einem Jahr fehlte mir ein solches Talent manchmal dennoch.

In meiner Begeisterung hab ich mir gleich noch eine weitere genäht und noch mindestens 1-2 weitere Farben sind in Planung - als einfache Basic-Kombis zum Drüberwerfen im Winter und als Jackenersatz in der Übergangszeit. 

Diesmal bin ich dem Lemming wirklich dankbar. Schön, dass er sich mal wieder rausgetraut hat!


Ich wünsch euch was!





Schnitt: Cardigan jOne von Prülla, gekürzt
Stoff: Strickstoff Jasper von Swafing über Ylvi-House

Mittwoch, 6. März 2019

Wenn schon kein grüner Daumen...

...dann zumindest ganz viel grün auf Kleidung. 

Nein, einen grünen Daumen hab' ich wahrlich nicht. Ein paar Pflanzen besitze ich wohl, aber es sind sehr robuste, kathrin-geeichte Pflanzen, die schon fast 20 Jahre lang ihr Dasein fristen. Ja, anders kann man es nicht nennen: sie leben, aber wachsen und gedeihen? Nö, das wohl dann eher doch nicht, aber ich bin schon froh, dass sie zumindest nicht auf die knusprige Seite des Daseins wechseln.

Trotzdem: grün an sich liebe ich heiß und innig, nicht umsonst findet man in unserer Wohnung ganz viele grün-Akzente - hüstel: abgesehen von den Pflanzen.
Als im letzten Jahr dann auch noch Blätterprints auf Stoff immer öfter ihren Weg in die Stoffregale gefunden haben, hatten sie mich. Eins ist klar: man fällt damit auf und sticht aus der Menge heraus.

Nach meinem Kurzarmpulli "Daxi" (hier) und einer kurzen Daheim-Herumnudel-Hose (nicht verbloggt) aus dem Rest des Pullis dachte ich, dass mein Blatt- und Gründurst gestillt wäre, doch mitnichten! Den Grüntönen dieses Jerseys konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich finde sie eigentlich sehr frisch und fast frühlingshaft, auch wenn ich daraus einen Rolli genäht habe und es somit meine ganz eigene Methode ist, den Frühling ein wenig in den Winter hineinzuziehen.



Genäht habe ich eine "MaJuna" von Kibadoo, für die es seit kurzem ein Add-On für das ungekräuselte Vorderteil gibt. Bisher hatte ich sie noch nicht in Stoff umgesetzt, denn Kräuseln und ich?! Wir passen dann doch nicht so gut zusammen. 

Diese Variante aber hat mich sofort überzeugt und sogar noch eine weitere MaJuna in Tunika-Länge aus Jacquard nach sich gezogen. Die zeig ich euch demnächst!

Wie gefällt euch mein Rolli? Zugegeben, er ist wohl etwas gewagt und nicht jedermanns Sache, aber ich mag ihn sehr. Und wenn mir mal nach nicht ganz so "auffällig" ist, hab ich mir etwas dazu genäht, dass mein doch schon länger relativ gezähmter Lemming zu verantworten hat. Das zeig ich euch morgen! 

 Ich wünsch euch was!




Schnitt: MaJuna von Kibadoo, Add-on glattes Vorderteil
Stoff: Ylvi-House

Freitag, 1. März 2019

12tel Blick - Jänner / Februar 2019

Den Jänner habe ich - aus Gründen - hier am Blog schmählich ausgelassen, mein Jännerbild hab ich lediglich auf Instagram gezeigt....

Deshalb soll auch der Jänner heute seinen Auftritt haben, denn der Unterschied ist eklatant:


Für 2019 habe ich mir vorgenommen, dass ich nicht in die Ferne schweife, sondern euch den Blick aus unserem Wohnzimmer gönne.... nordseitig, 3. Stock Altbau, Blick auf den Park genau gegenüber. Im gelben Gebäude blitzt eine Volksschule herüber, auf deren Rückseite eine Berufsschule untergebracht ist. Dementsprechend geht es hier manchmal zu, im Park. Aber ich sag' ja immer: lieber Kinder- als Autolärm! :-) Letzterer bleibt uns zwar leider nicht ganz erspart, denn verkehrsberuhigt leben wir hier nicht, aber es ist ok.

Die Lage unserer Wohnung ermöglicht uns auch im Winter - trotz nord-ost-Lage - relativ viel Helligkeit und in den wärmeren Monaten, wenn sich die Neigung der Erdachse zur Sonne ändert, dann kommen wir abends in den Genuss der sehr schräg stehenden Sonne - ein grandioses Licht, das von den Bauten im Norden und Osten wunderbar reflektiert wird. 

Gestern, am bisher wärmsten Tag des Jahres in Österreich (und der wärmste Februartag seit den Aufzeichnungen), konnte man schon einen Eindruck davon bekommen, wie sich hier das Licht bald wieder spielen wird.


Im letzten Sommer wurde der Park quasi "umgedreht" - bisher gab es aus unserer Sicht "vorm Käfig" den Kinderspielplatz und die Hundezone gleich unterhalb der Schule. So gesehen, ist es für die Kinder jetzt viel angenehmer, denn einerseits wurde der Spielplatz neu gestaltet, liegt näher und ist viel größer, aber uns nimmt es den Blick auf die spielenden Kinder. Sei's drum: hören tut man sie sowieso... :-) 

Wie nicht anders zu erwarten, wurde der Spielplatz im Februar häufiger frequentiert: sie fängt schön langsam wieder an, die Zeit draußen. Vor allem hier im 15. Bezirk, wo die kulturelle Durchmischung doch sehr hoch ist. Ich mag das!




Alles Liebe,

Donnerstag, 21. Februar 2019

Love Dress by Sewera


Letzte Woche, pünktlich zum Valentinstag, brachte Carina mit ihrem schweizer Label "Sewera" ein Kleid mit dem passenden Namen "Love Dress" heraus.

Während der bewusste Tag für mich keinerlei Bedeutung hat und auch der Name des Kleides für mich nicht unbedingt ausschlaggebend war, mich zum Probenähen zu bewerben, so hat mich vor allem die besondere Form des Abnähers interessiert, der ja mal wirklich was Besonderes darstellt.

Außerdem weiß ich ja, dass Carina das Schneiderhandwerk von der Pike auf gelernt hat und ich nutze jede Chance ein bisserl hinter die Kulissen blicken zu können! :-)


Das Kleid ist auf festere Strechstoffe ausgelegt und soll ausdrücklich nicht allzu eng anliegen, ist aber doch sehr stark an ein Etuikleid angelehnt. Durch die strechigen Stoffe ist letztendlich sehr bequem und durch die schlichte Form auch sehr wandelbar. Carina, zum Beispiel, hat auf mehrere ihrer Kleider Pelen aufgenäht, sodass es nun wirklich sehr elegant aussieht.

Mein "Love Dress" ist ein sehr legeres, angenehm zu tragendes Kleid, dem ich statt der eigentlich vorgesehenen Belege am Ausschnitt eine kleinen Stehkragen verpasst habe. Ich konnte einfach nicht anders, zumal ich es in der Form fast sofort genau so vor Augen hatte, als ich das Kleid bei Carina gesehen habe.

Die Anleitung ist gewohnt sehr professionell (ich habe von Sewera bereits die Bluse genäht, sehr empfehlenswert!), die Verarbeitung und Tipps sowieso. Ich würde sagen, es ist ein Kleid, das seine Besonderheiten auf den zweiten Blick offenbart und er Näherin durchaus auch einiges abverlangt. Aber Herausforderungen sind dazu da, genommen zu werden, nicht wahr?





Schnitt: "Love Dress" von Sewera,
Stoff: Stepper Knit Optik altrosa von Lillestoff via Biostoffe


Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt, die verwendeten Materialien wurden von mir bezahlt, die im Post zum Ausdruck gebrachte Meinung ist unbeeinflusst und zu 100 Prozent meine eigene.



Mittwoch, 13. Februar 2019

Let's talk about - {Schmutzwäsche und Nachhaltigkeit}

Geben wir es zu: ein jeder von uns wäscht sie - Schmutzwäsche! Manche mehr, manche weniger, aber im Grunde ist sie und das damit einhergehende Arbeitspensum eine never-ending Story.
Vom Umwelt-Standpunkt aus betrachtet ist es natürlich am besten, man wäscht so selten wie möglich, doch wir alle wissen: das geht mit Kindern nur eher schlecht als recht. Ich persönlich habe aufgrund eines (damals sehr) hautsensiblen Babies auf Waschmittelkonzentrat ohne alle möglichen Zusätze umgestellt und nutze auch da nur einen Bruchteil der empfohlenen Menge und fahre damit nun schon seit über zwölf Jahren sehr gut. Und ja: die Wäsche wird sauber! :-)
Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Mir geht es heute um die "Kluppen", wie die Wäscheklammern auf österreichisch heißen. Ich weiß ja nicht, was ihr so habt, aber ich habe damals bei meinem endgültigen Auszug von daheim (und meiner ersten eigenen Waschmaschine - irgendwie war das DAS Symbol der Unabhängigkeit für mich) im Supermarkt die üblichen Plastikkluppen erstanden, die ich großteils auch heute noch habe. Mit den wachsenden Wäschebergen wurde auch die Zahl der Klammern erhöht und der Schwund ist in den letzten 20 Jahren dann doch recht überschaubar.

Irgendwann haben sie aber angefangen mich anzustinken, diese Plastikdinger. Zugegeben: es gibt ja auch welche aus Holz, stimmt, und einmal hab ich sogar welche gekauft, aber deren Schwund war erstaunlich hoch: das Holz sprang aus der Metallklammer oder die Kinder oder vielleicht auch ich haben sie für Basteleien zweckentfremdet.

Als in den letzten Jahren das Plastik bei meiner täglichen Hausarbeit (ja, genau: "machen sie eine typische Handbewegung") immer wieder mal zwischen meinen Händen zerbröselt ist, da wurde mir erstmals so richtig das Problem "Mikroplastik" bewusst. Man kann es lesen, man kann es verstandesmäßig nachvollziehen, aber so richtig - im wahrsten Sinn des Wortes - BEGRIFFEN habe ICH es erst dann, in diesen Momenten.


In den letzten Jahren hat sich aufgrund von Intensivierung an sportlichen Aktivitäten aller Familienmitglieder auch die Anzahl der Funktionswäsche zunehmend erhöht, also wollten wir uns schon länger ein Auffangnetz für Mikroplastik zulegen. Als ich vor einiger Zeitl also mal wieder ein wenig deswegen gestöbert habe, stieß ich auch auf die herrlich altmodisch anmutenden Holzkluppen und schwupps, waren sie mitsamt dem Netz besorgt.

Und nun kommt die unbezahlte Werbung, rein aus Überzeugung: Ich bin schlichtweg begeistert! Sie sind nicht nur herrlich Retro (also auch fürs Auge wunderschön), sie sind aus Buchenholz (in Deutschland) gefertigt und sie funktionieren einfach spitzenmäßig! Ich war ja doch etwas spektisch, aber mir ist bisher noch kein einziges Kleidungsstück vom formvollendet schönen, das Wohnzimmer bereichernden Wäscheständer *ironieoff* gefallen!


Ok, den Kindern muss ich erst noch beibringen, dass sie auf ihren morgendlichen Streifzügen nach der frisch gewaschenen Lieblingskleidung die Dinger nicht einfach wieder an der Leine befestigen können, denn ohne Stoff halten sie dann doch nicht (zumindest nicht an der Metall"leine"), aber das ist ein anderes Thema. Sie hinterlassen an der Wäsche keinerlei Abdrücke, anders als ihre Vorgänger und da sie sogar als "Sturmwäscheklammern" ausgewiesen sind, sollten sie einen etwas anspruchsvolleren Einsatz an frischer Luft auch standhalten können. Und das beste: sollten sie mal ausgedient haben - warum auch immer - kann ich sie unserem Holzofen als Futter zuführen!


Ich bin jetzt zwar immer noch nicht vom Anblick meines Wäscheständers im Wohnzimmer begeistert, aber ich gestehe, mit den Holzdingern schau ich ihn mir nun doch viel lieber an als vorher. Die noch funktionstüchtigen Plastikklammern dürfen selbstverständlich noch so lange bleiben bis sie ihr mehr oder weniger natürliches Lebensende erreicht haben und werden dann richtig entsorgt, aber nun hab ich eine Alternative und das freut mich ungemein!

Allein die kleine Plastikwäschespinne macht mich in ökologischer Hinsicht noch nicht glücklich. Sie ist super platzsparend und ein optimales Trockengerät für den ganzen Kleinschmarrn wie Socken, BHs und Unterhosen. Ich möchte sie nicht missen, da sie ein wahres Platzwunder darstellt (wir haben drei Stück davon) und am Wäscheständer somit wirklich viel Platz freischaufelt, - aber: sie ist eben auch aus Plastik. Wenn jemand eine Holz oder Metallalternative kennt, immer her damit!

Tut mir leid, ich hab heute also keine allzu hübschen Bilder für euch, aber: #fürmehrrealitätimnetz #wäscheständercontent. Muss auch mal sein, oder? :-)
Unbezahlte, unbeauftrage Werbung. Die Wäscheklammern und das Mikrofaser-Netz wurden von mir selbst bezahlt. Der Inhalt des Posts gibt meine persönliche Meinung wieder.


Wäscheklammern und Netz von Waschbär

Dienstag, 22. Januar 2019

DIY Weihnachtsgeschenke 2018 - Shirts

Und weiter geht es mit den selbstgemachten Weihnachtsgeschenken.... Heute: die Shirts.

Nr. 1 in grün ist die kleine Version eines Pullis, den ich meinem Jüngsten schon letztes Jahr genäht und hier nie gezeigt habe, obwohl er wirklich gern getragen wurde und auch immer noch wird (auch wenn er eigentlich schon wieder fast zu klein ist). Das Reststück des - finde ich - genialen Tiger-Jacquards von Albstoffe hat genau für das Vorderteil des Basic-Raglan-Pullis in Gr. 98 für meinen Neffen gereicht.

Nr. 2 verdankt seine Existenz dem Umstand, dass ich beim Erwerb eines anderen Stoffes zufällig über das Zebrapanel gestolpert bin. Das schrie förmlich nach dem Jüngsten und es war ja auch wirklich schnell genäht. Und um dem Eindruck eines Pyjamaoberteils entgegenzuwirken, hab ich meinen liebsten Trick angewendet: Fake-Ärmel. Mein persönlicher Tipp: ein Motivstoff wirkt als T-Shirt viel seltener "pyjamig" als ein Langarmshirt.



Und Nr. 3, für den großen Buben, wartete - zumindest im Kopf - schon seit dem Frühjahr auf Umsetzung. Rein ein geeigneter Stoff hat gefehlt, denn: der Bub sah in einem Geschäft ein Shirt - weiß, mit Verlaufspunkten in Schwarz, roter Block auf der Brust, schwarzer Schriftzug. Dass dort "BRNX" drauf stand, ist nicht zwingend notwendiges Wissen, aber der Vollständigkeit halber sei es erwähnt. Sah absolut cool aus, keine Frage, aber ein Preis von 7€ hat mich ziemlich schlucken lassen und mein Kind war meinen Argumenten zum Nicht-Kauf gegenüber wirklich aufgeschlossen. So hat es halt ein wenig gedauert, umso glücklicher ist er aber jetzt. Und als weiteren Bonus hat er einen wirklich individuellen Aufdruck darauf bekommen, hat schließlich sonst keiner.

Beide Shirts sind nach dem Schnittmuster Mix&Match-Hoodie Kids von Kibadoo genäht, die Ärmelvariante ist nicht im Schnittmuster enthalten.



Schnitt: Basic Raglan Sweater von Kibadoo
2x Mix&Match-Hoodie von Kibadoo
Stoff: Tiger: Jacquard von Albstoffe via Biostoffe
Zebra-Panel von Stoffschwester
Sommersweat weiß mit Punkten von Lillestoff via Biostoffe


Mittwoch, 9. Januar 2019

DIY Weihnachtsgeschenke 2018 - Taschen

Neugierig auf eine kleine Werkschau?

Auch wenn es hier am Blog relativ ruhig war, so bin ich nähtechnisch mitnichten auf der faulen Haut gelegen. Im Gegenteil, ich war sogar recht fleißig im Auftrag des Christkinds unterwegs, und so sind ein paar Weihnachtsgeschenke entstanden....die ich euch heute zeige - zumindest mach ich mal den Anfang mit den Taschen.

Am ersten Foto seht ihr den Großteil aller entstandenen Sachen. Die Sammlung ist jedoch auch nicht ganz vollständig, da es zwei Kuschelpolster, ein Häkeltuch und ein separat gewünschter Kissenüberzug für einen Hundepolster nicht aufs Foto geschafft haben.


Diese drei Schönheiten sind nach dem Schnittmuster "Kosmetiktasche Casey" von Pattydoo entstanden. Mich hat der Schnitt gereizt und das Vernähen von Vinyl, muss ich gestehen. Geht alles wunderbar und das dazugehörige Anleitungsvideo ist auch ganz toll erklärt. Nummer 1 hat noch etwas gebraucht, aber Nummer 2 + 3 gingen dann schon recht flott von der Hand, wenn auch die Maschine bei Nr. 3 dann auf den letzten halben Nahtmeter nicht mehr so richtig wollte. 

Meine Mama (Blumen), meine Schwester (grün) und die Tochter (beige/rosa) durften sich darüber freuen.



Die anderen beiden Taschen sind aus rotem Kunstleder (rot) bzw. Leinenstoff (beige), die Innentaschen sind bei beiden abwaschbar und somit ebenfalls als Kosmetiktasche verwendbar.  Die rote Tasche bekam die Freundin meines "Bonuskindes" und ist nach dem Schnittmuster Doppelreißverschlusstasche "Filigree" genäht, die andere ("Annex") ist quasi ein Doppelgeschenk: für meinen Bruder und seine Frau - was man auch an den unterschiedlichen Innentaschen erkennen kann. Hier hab ich mir den Spaß erlaubt die Reißverschlüsse tatsächlich gegengleich einzunähen und ja, das war wirklich auch so gewollt und ist nicht, wie man vielleicht meinen könnte, einfach passiert.

Genau diese Art der Doppelreißverschlüsse haben den Ausschlag gegeben, warum ich diese Schnittmuster nähen wollte.



Und zu guter Letzt: ein schnöder Turnbeutel. Der Jüngste kam unlängst auf mich zu und wollte einen von mir genäht bekommen. Tatsächlich bin ich kurz darauf über den coolen Panda gestolpert und so musste der auf die Weihnachts-Nähliste für den großen Tierliebhaber.
Eigentlich ist der ja schon so einfach, dass er sich fast von alleine näht, aber eben nur fast. Es handelt sich dabei um das DIY-Nähset von Alles für Selbermacher und im Grunde muss man die Schnittteile einfach nur ausschneiden und zusammennähen. Für ein bisschen mehr Action hab ich die Ecken mit schwarzem Snapap verstärkt, damit es nicht ganz so einfach ist. Schließlich braucht der Mensch ja Herausforderungen, neben jener, dass die Zeit möglicherweise etwas knapp werden könnte mit dem Arbeitspensum, das man sich vorgenommen hat. Nicht wahr? :-)





Schnitte: Doppelreißverschlusstasche "Filigree" rot (mittlere Größe) via NähConnection
Beuteltasche "Annex" beige (mittlere Größe) via NähConnection
Kosmetiktasche "Casey" von Pattydoo

Stoffe: wild zusammengetragen bei Stoffschwester, Lieblingsstücke, Dresowska 
(beschichtete Stoffe)

Dienstag, 8. Januar 2019

Und der letzte der Reihe - Maibritt 3

Und da ist er, die Nummer 3 und somit der letzte Pulli meiner Maibritt-Reihe. Ja, ich gestehe, der Schnitt hat es mir angetan.

Auch hier habe ich wieder den tiefen Ausschnitt gewählt und im direkten Vergleich zum letzten Post (hier) seht ihr auch, dass dieser hier definitiv NICHT ohne Untendrunter zu tragen ist und das hängt tatsächlich nur vom Stoff selbst ab.

Ich habe hier - wie beim Blätter/Bäume Stoff auf grau - ebenfalls einen Albstoffe-Strickstoff verwendet, der aber luftiger gestrickt wurde und dementsprechend weicher fällt. In Kombination dazu hab ich mir das Strickbündchen für den Ausschnitt eingebildet und es war zugegebenermaßen nicht die optimale Wahl, wobei optisch macht es schon einiges her, - um die Ausschnittsstabilität ist es jedoch nicht mehr allzu gut bestellt. Also: was für Untendrunter ist ein Muss (will ich nicht über Gebühr Aufsehen erregen)!


Man sieht es nicht genau, aber auf dem grauen Grund sind ganz feine rosa, orangefarbene und weiße Punkte eingebettet und das erlaubt doch einige Kombinationen. Ich habe nun schon rosafarbene, anthrazitfarbene und weiße Tops darunter getragen und das funktioniert alles wunderbar, wobei weiß fast zu hart ist!

Da ich vom Stoff nur eine begrenzte Menge vorrätig hatte, habe ich hier Vorderteil und Hinterteil auf die gleiche Länge gekürzt und beide sind nicht, wie im Schnitt vorgesehen, im Bogen geführt. Aber wie gesagt: der Pulli wird ja automatisch ein wenig länger, je länger man ihn trägt! :-)



Stoff: Strickstoff und Bündchen von Albstoffe via Biostoffe

Mittwoch, 2. Januar 2019

MeMadeMittwoch - Lieblinge 2018 {Maibritt}

Nach Ewigkeiten schaffe ich es jetzt endlich mal wieder beim MeMadeMittwoch teilzunehmen und wie es so sein will, beginnt das Jahr mit dem/n (Näh-)Liebling/en des letzten Jahres.... Und da wär ich auch schon wieder bei meinem Dilemma:

Hab ich echte Nählieblinge? Ja, definitiv, aber ich schaffe es unmöglich, mich auf ein bestimmtes Teil festzulegen. Meist sind die Nählieblinge jene, die ich eben oder eben erst kürzlich fertig gestellt habe. Diese Teile werden dann rauf und runter getragen und mein Gedächtnis ist kleidungstechnisch echt kurz (im Gegensatz zu anderen Dingen zum "Leidwesen" und/oder Nutzen meiner Familie).
Mich um diese Jahreszeit nach meinem Nähliebling des Sommers zu fragen ist fast so, als würde man versuchen die berühmte NähNadel im Heuhaufen zu suchen, wobei man bei mir den Heuhaufen durch das schwarze Loch ersetzen müsste. 

Neben meinen MaCleos (hier als Regenmantel und hier - derzeit öfter getragen - als Nicht-ganz-so-sehr-Wintermantel) trage ich zur Zeit sehr häufig meine Oversize V-Pullis "Maibritt". Meine Basic-Variante in unauffällig-blau habe ich hier schon vorgestellt.

Ich hab damals ja noch zwei weitere genäht, wobei ich neben den blauen, am liebsten diesen hier trage:




Laut Arbeitskollegin ginge der Pulli sogar als Weihnachtspulli durch, sie meinte nur, ich müsste an einem Bäumchen ein paar Pailletten annähen. Wo sie recht hat, hat sie recht... :-); Allerdings sehe ich tatsächlich eher Blätter als Bäumchen und ohne Pailetten ist er definitiv universeller tragbar. Aber für Weihnachten 2019 eine Tragevariante, die im Hinterkopf behalten werden sollte.... 

Ich habe hier die vor längerem gekauften Albstoffe-Bündchen verarbeitet und mich für den großen Ausschnitt entschieden. Tatsächlich lässt sich der Pulli so wunderbar tragen, ohne allzu große Einblicke zu gewähren, ganz anders als meine 3. Variante, bei der was Untendrunter definitiv anzuraten ist. Es kommt tatsächlich sehr auf den verwendeten Stoff und vor allem auch auf die Bündchenware an. Diese hier ist relativ stabil und fest ohne steif zu sein und eignet sich wirklich super. In meinem Fast-Basic, weil er wirklich ziemlich umfassend tragbar ist, fühle ich mich tatsächlich sehr wohl und auch gut angezogen. Besser gehts ja nicht, oder?




Schnitt: "Maibritt" in Gr. 40 von Kibadoo, tiefer Ausschnitt, lange Variante auf 
vorhandene Stoffmenge gekürzt
Stoff: Jacquard Botanical Trail mittelgrau von Abstoffe, via Biostoffe
Bündchen: Strickbündchen CuffMe Glam 19 via Biostoffe