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Donnerstag, 21. Mai 2020

Meine maritime "Greta" - {Kibadoo}

 Auch wenn es derzeit um meine Motivation generell nicht besonders gut bestellt ist, so überkommt mich dann doch ab und an der Rappel und ich stürme nahezu meine Nähmaschine - nicht nur um diese unsäglichen Gesichtsverdecker zu nähen, denn da nähe ich übrigens immer nur so viele, wie ich mir denke, dass wir brauchen (das ist  bei 5 Personen mit 3 schulpflichtigen Kindern und nicht täglich einkalkulierten 60-90 Grad Wäschen gar nicht so wenig).

Der verwendete Stoff war eigentlich für einen dünnen Überzieh"pulli" für Schottland im Sommer gedacht, Stichwort: "Zwiebellook", doch da sich das mit dem Reisen für heuer höchstwahrscheinlich erledigt hat, hab ich im Probenähen für "Greta" beherzt danach gegriffen.



Wie interessanterweise oft bei Kibadoo-Schnitten, musste ich zuerst etwas in mich gehen: während ich mir den tiefen V-Ausschnitt sehr gut bei und an mir vorstellen konnte, so tat ich mir bei den Puffärmeln etwas schwerer, denn mein Schulter- und Oberarmbereich war schon immer etwas ausgeprägter und wer bin ich, dass ich das auch noch zusätzlich betonen wollte?!

Nachdem aber der Ruf der Nähmaschine so dermaßen unüberhörbar war, hab ich eben jenen meinen oben genannten Körperbereich gezuckt und mich an die Arbeit gemacht.



Das Ergebnis hat mich - ihr ahnt es: glücklich gemacht! Das Teil gefällt mir wirklich - wirklich! - sehr gut. Ich habe lediglich aufgrund meines etwas längeren Oberkörpers das weiße Bündchen noch unten angestückelt. Außerdem ist in der letzten Version der Puff der Ärmel noch ausgeprägter geworden, doch ich werde für mich persönlich wohl bei dieser Variante  hier bleiben: ein bisserl puffig, aber nicht zu viel.




Einen Tipp möchte ich euch noch mitgeben: benutzt für den V-Ausschnitt Material mit etwas mehr Stand. Ursprünglich hatte ich, genauso wie für die Bündchen, weißen Bambusjersey verwendet, weil es der einzige farbig passende Stoff in meinem Kasten war, doch das war die Sache mit X: nämlich nix. Nachdem sich alles verzogen hat, hab ich nochmal genauer geschaut und noch weißes Bündchen gefunden und auch trotz meiner Angst, es könnte dann zu fest und bockig werden, hab' ich es riskiert. Das Ergebnis hat mich umgehauen: der Ausschnitt sitzt perfekt und verziehen tut sich absolut nichts! Also: bitte festeres Material verwenden oder gleich mit Vlies vertärken!

Ich habe hier die Version tiefer V-Ausschnitt mit mittellangen Puffärmeln genäht, es gibt jedoch noch unzählige andere Varianten. Claudia hat sie anscheinend durchgezählt und ist auf 20 verschiedene Möglichkeiten gekommen. Ich glaube ihr das jetzt einfach mal, denn ich bin mit meinem ersten Versuch schon glücklich. So sehr, dass ich mir sogar noch ein Exemplar genau so genäht habe. Und ein Retro-Shirt, ganz wenig variiert. Zeig ich euch noch, versprochen!

Habt ein wunderbares verlängertes Wochenende!

Der Schnitt wurde mir zum Probenähen kostenlos zu Verfügung gestellt.




Schnitt: Shirt/Pulli "Greta" - bis 27.5.2020 zum Einführungspreis!
Stoff: Jacquard Birte dunkelmarine via Stoffprinzessin - entspricht aber haptisch eher ein Jersey

Donnerstag, 21. Februar 2019

Love Dress by Sewera


Letzte Woche, pünktlich zum Valentinstag, brachte Carina mit ihrem schweizer Label "Sewera" ein Kleid mit dem passenden Namen "Love Dress" heraus.

Während der bewusste Tag für mich keinerlei Bedeutung hat und auch der Name des Kleides für mich nicht unbedingt ausschlaggebend war, mich zum Probenähen zu bewerben, so hat mich vor allem die besondere Form des Abnähers interessiert, der ja mal wirklich was Besonderes darstellt.

Außerdem weiß ich ja, dass Carina das Schneiderhandwerk von der Pike auf gelernt hat und ich nutze jede Chance ein bisserl hinter die Kulissen blicken zu können! :-)


Das Kleid ist auf festere Strechstoffe ausgelegt und soll ausdrücklich nicht allzu eng anliegen, ist aber doch sehr stark an ein Etuikleid angelehnt. Durch die strechigen Stoffe ist letztendlich sehr bequem und durch die schlichte Form auch sehr wandelbar. Carina, zum Beispiel, hat auf mehrere ihrer Kleider Pelen aufgenäht, sodass es nun wirklich sehr elegant aussieht.

Mein "Love Dress" ist ein sehr legeres, angenehm zu tragendes Kleid, dem ich statt der eigentlich vorgesehenen Belege am Ausschnitt eine kleinen Stehkragen verpasst habe. Ich konnte einfach nicht anders, zumal ich es in der Form fast sofort genau so vor Augen hatte, als ich das Kleid bei Carina gesehen habe.

Die Anleitung ist gewohnt sehr professionell (ich habe von Sewera bereits die Bluse genäht, sehr empfehlenswert!), die Verarbeitung und Tipps sowieso. Ich würde sagen, es ist ein Kleid, das seine Besonderheiten auf den zweiten Blick offenbart und er Näherin durchaus auch einiges abverlangt. Aber Herausforderungen sind dazu da, genommen zu werden, nicht wahr?





Schnitt: "Love Dress" von Sewera,
Stoff: Stepper Knit Optik altrosa von Lillestoff via Biostoffe


Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt, die verwendeten Materialien wurden von mir bezahlt, die im Post zum Ausdruck gebrachte Meinung ist unbeeinflusst und zu 100 Prozent meine eigene.



Donnerstag, 22. November 2018

Basics braucht der Mensch {V-Pulli Maibritt}

Nicht nur die Bildung betreffend, auch was die Kleidung anlangt. Gut, ok, aus der superbunten, große
Designs beinhaltenden Phase bin ich nun schon länger rausgewachsen - ja, zugegeben, möglicherweise gibt es hin und wieder Rückfälle, aber im großen und ganzen kann ich sagen: das bin ich nicht mehr so wirklich. Ich mag es jetzt etwas leiser, ruhiger und vor allem nicht mehr ganz so knackig eng. In etwas weiter fühle ich mich derzeit einfach wohler.

Also hab ich bei Maibritt, dem Oversize-V-Pulli von Kibadoo, mitgenäht und mich für ein besagt benötigtes Basic-Teil entschieden: angora-style Strickstoff - sehr kuschelig, aber dünn, dennoch angenehm zu tragen, in jeansblau und in der kurzen Variante.


Ich sag's gleich: ich hab drei Pullis genäht, weil mir einfach die legere Passform und der V-Ausschnitt zugesagt haben! Ich habe aber jeweils drei verschiedene Stoffe verwendet und jedes Mal fällt das Teil etwas anders, vor allem auch der Ausschnitt ist je nach verwendetem Material immer anders. Dieser Pulli hier wirkt in Gr. 38 an mir zugegebenermaßen nicht sonderlich oversize, aber ich wollte es dezidiert locker, aber nicht allzu körperfern. Gr. 40 würde an mir wohl eher dem entsprechen, was sich Claudia bei dem Schnitt gedacht hat, wobei.... Wenn ich nach meinem BU gehe, dann wäre es dann doch wohl eher 42 oder 44 geworden und das wäre mir - vor allem mit dem tiefen Ausschnitt, viel zu weit und vor allem zu freizügig geworden.


Apropos: ich habe den hohen Ausschnitt verwendet, der in dieser ersten Version dann für die Probenäher doch zu hoch lag, der wurde in der finalen Version etwas weiter runtergezogen.

Ein paar Worte zum verwendeten Strickstoff: er ist von Evlis-Needle und wirklich wunderbar zu tragen. Überhaupt nicht kratzig, aber leider pillt er doch sehr. Das ist leider ein Wehrmutstropfen. Es ist schon klar, dass so ein angerauter Strick irgendwann zu pillen anfängt, aber schon nach ein paar Wäschen? Egal. Ich mag ihn trotzdem und wird hier auch wirklich oft getragen. Ich wollte es nur erwähnt haben, nicht dass ihr enttäuscht seid!



Schnitt: V-Pulli "Maibritt" von Kibadoo, Gr. 38
Stoff: Angora-style Strickstoff von Evlis Needle



Donnerstag, 15. November 2018

Winterlicher Kuschelsweater {Basic Oversize Hoodie}

Manchmal ist einem einfach nach einmummeln, kuscheln, die Beine unter die Decke strecken, ins Kaminfeuer starren. Ach, ich freu mich drauf, wenn endlich auch das Wetter draussen sagt: du DARFST faul sein! Tu dir was Gutes, bleib am Sofa, du DARFST Pause machen! 
Noch ist es nicht ganz soweit, 14-18 Grad vor der Türe verleiten mitnichten dazu, im Kamin das Feuerchen anzuheizen, aber man frau ICH will ja gut darauf vorbereitet sein und dazu gehört halt einfach auch Kleidung, die nicht einengt, die ebenfalls den Kuschelfaktor hat und in der man sich einfach nur wohlfühlt. 


Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mit Sweatern jeglicher Art gelingt mir das eigentlich immer ganz wunderbar. Da ich meine Sweater bei den letzten Kastenräumaktionen rigoros ausgemistet habe - Farbvorliebenwechsel und nachhaltige Passformhüsteländerungen sei Dank -, hab ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mir einen Basic Oversize Hoodie von Kibadoo genäht. Na, wenn der schon so heißt, dann sollte Gemütlichkeit auch drin sein, oder? 




Obwohl ich hier Gr. 38 genäht habe (ganz so oversize-ig wollte ich ihn dann doch nicht), ist noch genügend Platz für Plätzchen und Co 2-3 Schichten darunter, sollte man wirklich extrem frösteln.

Der Stoff selbst hatte es mir angetan, es ist zwar nur ein Sommersweat, hat aber genügend Stand um  sein Leben weiterhin als Sweater zu gestalten. Und wenn er schon "Schneesturm" heißt, dann kann der ja fast gar nichts anderes werden, oder? 2 Rapporte haben vollkommen gereicht - für Gr. 38 wohlgemerkt und wenn man die Kapuze innen andersfärbig füttert und bei den Bündchen nicht unbedingt auf den gleichen Stoff besteht. 

 

Ich war mir anfänglich nicht ganz sicher, ob ich das Mintfarbene tatsächlich an mich ranlassen soll, schließlich weiß ich ja, dass mir der pastellige Farbbereich nur begrenzt zu Gesicht steht, aber  dennoch bin ich sehr zufrieden. Der Stoff sagt tatsächlich "Winter", aber nicht das trübe, grau-schwarz-braune, triste "Winter", auch nicht das golden-bordeauxrot-glänzend bombastische "Winter", sondern ein sanftes, stilles und leises, aber hoffnungsvolles "Winter", und genau danach ist mir gerade!

Der Schnitt ist bei Kibadoo noch bis Freitag 16.11.2018 zu einem Sonderpreis erhältlich.


Schnitt: Basic Oversize Hoodie von Kibadoo, Gr. 38


Dienstag, 13. November 2018

Ein oranger Hoodie für das Kind

Das jüngste Kind ist gewachsen. Sehr. Er ist zwar immer noch kein Riese, aber nachdem er im Frühjahr knapp 10 Zentimeter an Länge dazugewonnen hat, sind ihm naturgemäß alle übern Sommer gelagerten Sweater des letzten Winters zu klein.
Jetzt muss ich mich schön langsam an die ihm nun passende Größe herantasten, denn mein Gefühl trügt mich leider sehr, tendenziell nähe ich ihm die Sachen zu eng und zu klein, weil er einfach so ein zartes Spaghetti ist.


Also hab ich ihm mal einen Basic Oversize Hoodie Kids in Gr. 140 genäht. Passt. Von der Länge her zwar gerade mal noch so, denn oversize ist bei ihm bald mal was. Der nächste wird definitiv Gr. 146.

Da er den Hoodie dringend als Teil seines Kürbis-"Kostüms" (Maske übers Gesicht und fertig!) zu Halloween haben wollte, hab ich auf weitere Verzierungen verzichtet, aber möglicherweise kommt noch ein Plott drauf. Mal sehen. Ich hab da was im Auge. :-)


Den Hoodie zieht er gemeinsam mit seinem "Matrix"-Hoodie und noch einem weiteren, den ich ihm genäht, aber noch nicht gezeigt habe (und mich damit definitiv beeilen muss, denn was soll ich sagen: Gr. 140!), nur noch im Wechsel an. Er ist mein einziges Fröstelkind, Hoodies sind bei ihm im Winter auf jeden Fall das Kleidungsstück der Wahl - trotz überhitzter Schulgebäude!

Das Schnittmuster Basic Oversize Hoodie Kids (und Damen und Twin(e)book) ist diese Woche noch zu einem Sonderpreis erhältlich!



Schnitt: Basic Oversize Hoodie Kids von Kibadoo, Gr. 140



Mittwoch, 24. Oktober 2018

MaCleo 2 oder auch: näh dir deine Auszeit

Na bitte! Wie versprochen ist der Herbst nun auch im Wien eingetroffen. Von Dienstag auf Mittwoch hatten wir den ersten richtigen Herbststurm mit an die 100 Stundenkilometern und ich bin einfach nur glücklich. Ich bin ein Windkind. Ich mag's wenn der Wind einen so richtig durchpustet - um ehrlich zu sein: mich richtet er sogar regelrecht auf - innerlich wie äußerlich und gibt mir Kraft! Aber gut, ich hör schon auf, ich will mich ja jetzt nicht unbeliebt machen... :-)

Gestern hat es den ganzen Tag so richtig durchgewaschelt, wie es so schön heißt bei uns, und ich denke, die Natur hat's Petrus gedankt. So gesehen wäre das wohl das richtige Wetter für den Regenmantel von letzter Woche gewesen, aber da meine wärmere MaCleo ebenfalls wasserundurchlässig bzw. zumindest wasserabweisend ist, geht das schon.




Soviel anderes als zu meinem blauen Regenparka kann ich gar nicht sagen, außer dass dieser hier als erstes genäht wurde. Das Material ist dünner Mantelstoff, gefüttert mit bordeauxfarbenem Steppfutter in einer Länge, die der Reißverschluss vorgegeben hat, den ich in der Wunschfarbe Khaki bekommen habe - eben nur 80cm lang und damit 10cm kürzer als im Schnitt die lange Variante vorgesehen ist. 



Insgesamt habe ich um 8cm gekürzt, denn das hier ist Version 1, die noch keine Kurzvariante vorgesehen hatte. Außerdem wurde im Vergleich dazu im Finalschnitt der Ärmel verlängert und der Armausschnitt noch um 1cm erweitert. Aber das sind Kleinigkeiten, meine MaCleo ist absolut tragbar und durch das wind- und wasserdichte Obermaterial derzeit sogar richtig angenehm.

Beide Stoffe ließen sich wunderbar und problemlos verarbeiten und wie schon im letzten Post erwähnt, der Nähtag war eine wunderbare Auszeit vom Alltag. Zwar durchaus anstrengend, da man doch sehr konzentriert sein muss, aber sehr befriedigend. Kann ich nur empfehlen, sowas.


So, ich geh mich dann mal wieder Stärke tanken - äh, durchpusten - lassen... 


{Werbung} - Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens zu Verfügung gestellt, die verwendeten Stoffe sind selbst gekauft und ich gebe ausschließlich meine eigene Meinung wider.


Schnitt: MaCleo von Kibadoo, Gr. 40
Stoff: Mantelstoff khaki von AfS
Futterstepp und Zipp von Komolka

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Ich hab mir einen Regenmantel genäht...

Ja, echt. Gebraucht hab' ich ihn aber bisher noch gar nicht. Während Andrea schreibt, dass in Kärnten in den letzten Tagen typisch herbstliches Nieselwetter eingesetzt hat, könnte man meinen, die Dürre des Sommers hat hier in Wien ihre Fortsetzung gefunden. Niederschlag gleich null, gestern abends erstmals ein wenig nach sechs/acht Wochen? So ungefähr halt. Ich will mich nicht beschweren, denn wenigstens sind die Temperaturen in meinem Wohlfühlbereich angesiedelt und das Licht ist sowieso schlichtweg einfach nur traumhaft.


Aber den Mantel hab ich bisher nur zum Shooting getragen - bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad. Aber immerhin die Blätter strahlen herbstlich. Jammern auf hohem Niveau, ich weiß. Gerüstet bin ich nun jedenfalls, wenn der erste Tropfen denn irgendwann runterfällt.



Genäht habe ich den neuen Parka-Schnitt von Kibadoo, "MaCleo", - ich wollte es einfach wissen, ob ich mich an so ein aufwendiges Projekt wagen kann. Ich hab mir dafür extra einen ganzen Tag "frei" genommen und glaubt mir, solche Tage sind momentan rar gesät. Ich habe derzeit ganz massiv das Gefühl der Tretmühle und ich kämpfe damit, nicht zwischen die Mühlräder zu geraten. Dazu hat mir heute Eva aus der Seele gesprochen - ihr könnt das eins zu eins übernehmen und auch Andrea lässt ähnliches deutlich anklingen. Ich frag' mich nur, was das ist, dass es bei vielen gleichzeitig so läuft?! Ja, ich hab viel um die Ohren und erledige erstaunlich viel und dennoch sagt mir mein Gefühl das Gegenteil. Tja, damit kämpfe ich momentan halt. 
Umso wichtiger sind solche Projekte, sie lassen mich innehalten, durchschnaufen und zum Schluss hält man was Greifbares in Händen. Deswegen habe ich wohl auch  z w e i  Parkas genäht. Hüstel.



Dieser hier ist eigentlich die Nummer 2, der andere hatte bisher noch viel weniger Gelegenheit in diesem Herbst getragen zu werden, da er mit Steppfutter gefüttert ist. Daher zeig' ich ihn euch ein anderes Mal, soll ja kühler werden nächste Woche, da passt er thematisch bestimmt besser. :-)
Beide sind eigenhändig gekürzt, weil ursprünglich nun die lange Variante vorgesehen war. Nun gibt es aber beide Möglichkeiten und meine Länge ist wohl eher die nun im E-Book aufgegriffene kurze Variante.

Mein Regenparka ist außen aus Regenmantelstoff genäht, innen hat er lediglich ein Baumwollfutter - ich wollte was  Fröhliches, aber nicht zu Auffallendes. Ich glaube, das ist mir gelungen. Ich bin richtig happy damit und mit der Verarbeitung auch.



Falls ihr euch fragt: ja, dieser Regenmantelstoff lässt sich super verarbeiten, ich hab nicht mal ein Silikonfüßchen gebraucht, da bleibt nichts picken. Aber ja, Fehlstiche verzeiht er nur schwer. Ist natürlich nicht so, dass ich mir keine geleistet hätte und sie fallen auch nicht auf, aber ich weiß, wo ich sie finde, die kleinen Löcher.... Seufz.

So ein Mantel ist kein Projekt für Zwischendurch, das kann ich definitiv sagen. In Summe stecken wohl schon so 12-14 Stunden Arbeit drinnen - Zuschnitt inklusive - und Konzentration erfordert er auch. Aber das Endergebnis macht einen unheimlich stolz, das kann ich euch versichern!



{Werbung} - Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens zu Verfügung gestellt, die verwendeten Stoffe sind selbst gekauft und ich gebe ausschließlich meine eigene Meinung wider.


Schnitt: MaCleo von Kibadoo
Stoff: Regenmantelstoff und Baumwollfutter - Lieblingsstücke

Donnerstag, 23. August 2018

Raglan-Jäckchen Betty

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Seit letzter Woche gibt es Zuwachs in der Freuleins-Schnitt-Familie: das altbewährte und beliebte Jäckchen "Betty" hat nun auch eine kleine Schwester: die "Raglan Betty".

Eigentlich ist das "Jäckchen Betty" als erstes Schnittmuster von Katrin ja genau genommen  sogar die Mutter der Familie und daher verwundert es nicht, dass ihre beliebten Hauptmerkmale auch bei der Raglanversion unverändert geblieben sind: so ziert weiterhin der schmale Kontraststreifen die Knopfleiste und die Manschetten aus dem selben Kontraststoff  die Ärmel.

Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich anfänglich ob der herrschenden Hitze in Wien nicht sonderlich motiviert, ein Jäckchen zu nähen.




Letztendlich war ich aber sehr froh, dass ich mich dann doch dazu aufraffen konnte, denn so hatte ich den Neuling der Freuleins-Schnitt-Familie letzte Woche im Allgäu mit dabei. Es war zwar mitunter auch warm bis heiß, aber auf über 800 Meter Seehöhe wird es recht rasch dann doch etwas kühler, sobald abends (oder auch mal zwischendurch) die Sonne wegtaucht.

Mein Jäckchen ist aus Jacquard, der hier tatsächlich der Stoff der Wahl ist, denn er ist schon schön wärmend, aber nicht zu heiß, wenn man noch die Hitze des Sommers im Körper hat. Und dass das Retrodesign ganz klar meinen Namen gerufen hat, versteht sich wohl von selbst.


Jetzt hoffe ich auf einen goldenen Herbst, der ja sowieso meine liebste Jahreszeit ist.


Das Schnittmuster wurde mir von Freuleins zum Probenähen zu Verfügung gestellt. Der Stoff wurde selbst bezahlt.



Schnitt: "Raglan Betty" von Freuleins
Stoff: Jacquard von Albstoffe, Hamburger Liebe - via Biostoffe






Donnerstag, 19. April 2018

Freuleins Jolanda

Ich hab mir mal wieder ein Blüschen genäht.... Schön langsam komme ich wohl auf den Geschmack, aber wenn die Blüschen luftig und weit sind, dann ist das auch mit der Baumwolle bei mir kein Problem mehr... Wie es scheint, kommt mir da der aktuelle Modetrend sehr entgegen... und die Schnittersteller praktischerweise auch.... So auch Katrin von Freuleins mit ihrer Bluse "Jolanda".



In Ermangelung eines fluffigen Webstoffes und desselbigen in ausreichender Menge, hab ich ein wenig gepatcht. Der Vorteil ist, ihr könnte die Schnittführung besser erkennen, zumindest am Rücken... Ich habe hier fließend fallenden Viskosejersey verwendet - ebenfalls in der Mittelnaht gestückelt. Hüstel. 






Die Rückenpasse führt über die Schultern nach vorne und bildet quasi den Ärmel, leider könnt ihr das hier eben nicht so gut erkennen. Aber ich war neugierig und da ich noch einen superdünnen, flutschig-fluffigen Strickstoff daheim hatte, hab ich mir eben den zur Brust genommen und eine weitere Jolanda genäht. Ich war schließlich gespannt, wie sie tatsächlich in einem fließenden Stoff an mir wirkt... und der Vorteil ist: ihr seht an den folgenden Bildern auch die Schnittführung vorne!




Ich würde mal meinen: joah.... kann man lassen! Trägt sich äußerst angenehm bei den momentan herrschenden frühlingshaften Temperaturen!

Ich habe hier jeweils die engere Variante des Schnitts genäht, da ich aus zwei doch sehr - äh - offensichtlichen Gründen meist gezwungen bin, zu den größeren Größen zu greifen.... 



Schnitt: Jolanda von Freuleins, Gr. L - Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt
Stoffe: blau - gekauft bei Stoffsalon am Schneidereimarkt 2016
Strickware - weiß ich leider nicht mehr