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Mittwoch, 3. Juni 2020

Boho & Rosa - ganz ungewöhnlich. Aber Altrosa geht. Oder?

Noch bin ich mir nicht ganz im Klaren, wie ich sie an mir finde, die Tunika "Lilly". Also, eigentlich ja das Kleid "Lilly", dass sich aber auch toll zur Tunika kürzen lässt. Und dann auch noch in Rosa - naja: altrosa. Aber diese gedeckte Variante geht, oder?

Irgendwie seh´ ich mich nach wie vor nicht so wirklich als Boho-Mädel, aber ich finde, sie hat dennoch etwas. Aufgrund meiner Oberweite würde sie sogar noch etwas größer ausfallen, aber ich habe 2 Nummern kleiner gewählt als ich der Tabelle nach nähen sollte - mit dem Risiko, dass es oben rum etwas spannen oder aufklappen könnte. Aber Glück gehabt: es geht sich wirklich gut aus, denn von den Schultern her, ist die hier genähte Größe 40 genau das Richtige.




Der Stoff ist eine wunderschöne Viskose und da gestern mein erster Tag wieder im Büro war, hab´ ich die Bluse erstmalig tatsächlich länger als nur 1-2 Stunden getragen. Und was soll ich sagen: auch nach 8 Stunden sitzen, Autofahren (was ja auch immer Gurtgewurschtel bedeutet) und sonst allerlei Bewegungen, blieb der Stoff erstaunlich knitterfrei. Nicht faltenlos, keineswegs, aber durchaus auch nach stundenlangem Tragen ganz passabel!

Ich denke, ich werde die Tunika noch ein paar Mal tragen (wenn das Wetter so bleibt, ist sie genau richtig!) und dann entscheiden, wie ich zu ihr (an mir) stehe. Aus heutiger Sicht sieht es schon mal gar nicht so schlecht für sie aus.

Und falls ihr euch fragen solltet: die am ersten Bild ersichtliche Tasche ist nach dem Schnittmuster "Adora" von Pattydoo genäht und mit Teilen der Plotterdatei "Blossom" von Formenfroh aufgehübscht. Boho halt! Ich konnte einfach nicht widerstehen.


Habt noch eine feine Woche!


| MeMadeMittwoch | CreateInAustria | Du für dich am Donnerstag |


Schnitt: Kleid/Tunika Lilly von Kibadoo
Tasche Adora von Pattydoo, runde Version
Stoff: Viskose von Lieblingsstücke


Mittwoch, 4. März 2020

Original-Alpenfleecejacke

Diese3 Originale müssen ja von irgendwoher stammen und ich darf mich glücklich schätzen, zumindest 50 Prozent an Originalität beigesteuert zu haben. 

Ich bereichere die Welt allerdings schon ein bisserl länger mit mir als Original, wie lange schon, ist nun an meiner neuen Alpenfleece-Weste ersichtlich, aber wie heißt es so schön: Zahlen sind Schall und Rauch und außerdem ist man sowieso nur so alt, wie man sich fühlt, nicht wahr? Dass man da an einem Tag ein ganzes Lebensalter erfühlen kann, ist eine andere Sache... 


Als wir in den letzten Wochen unseren Sommerurlaub, der uns heuer mehrere Wochen nach Großbritannien und dort überwiegend nach Schottland, führen wird, geplant haben, war mir klar: ich brauche eine Alpenfleece-Weste. Denn ein Blick auf die Landkarte lehrt: das liegt schon verdammt hoch oben und temperaturmäßig muss man da wohl auf einiges gefasst sein. 

Ich habe zwar schon ein solches Jäckchen, das ich auch wirklich gerne trage, aber kombinationstechnisch ist sie nicht unbedingt ein Allrounder. Während das auf der häuslichen Couch nicht wirklich eine große Rolle spielt, wollte ich doch ein Kleidungsstück, dass mehr Kombinationen zulässt. Deshalb hab' ich mich für fröhliches Schwarz entschieden, auch wenn ich dieser Farbe sonst nicht so viel abgewinnen kann.



Ok, beim Beleg hab ich mich dann doch etwas hinreißen lassen, und wenn wir ehrlich sein wollen: Hautpsache warm, wer schaut schon auf die Details, wenn einem wirklich kalt wird, gell? Ich hab da ja mittlerweile eine ziemlich Wurschtigkeit entwickelt, - meine Tochter erinnert mich immer wieder daran, dass es auch mir irgendwann einmal nicht ganz so egal war. Dafür aber jetzt!
Genäht habe ich wieder die "Lillesol Woman" Nr. 15 Kapuzenjacke, doch dieses Mal hab mir Bauchtaschen dazu gebastelt, weil ich gemerkt habe, dass mir Taschen bei der anderen Jacke doch ziemlich fehlen. 

Einen schönen Tag wünsch ich euch,




Stoff: Alpenfleece von Stoffprinzessin


Mittwoch, 5. Februar 2020

Ein Pulli namens Vivi

Manche Pullis haben tatsächlich Namen. Ok, im Zusammenhang mit unserem Hobby ist das nichts Ungewöhnliches, aber dass die Kleidungsstücke ihre Namen behalten, dann doch. Zumindest für mich. 

So geschehen bei Vivi. Während ich lange Zeit (als ich noch jünger - na gut: jung war) liebte ich Rollkrägen, - im Laufe der Zeit war das vorbei. Ca. zehn Jahre lang habe ich nun komplett darauf verzichtet und seit dem letzten Jahr steigt mit Sinken der Temperaturen im Herbst wieder die Lust auf Rollkragen, allerdings bitte nicht so knackig-eng wie anno dazumal. 

Vivi ist ein angenehmes Beispiel von "ein bisserl rollkragig, aber nicht zu sehr" mit Anlehnung an Wasserfall. Das mag ich! Auch wenn ich mich hier bei diesem Exemplar im Schnittteil vergriffen hab und tatsächlich die Kragenvariante für Bündchen erwischt habe, und somit doch enger als eigentlich gewollt anliegt. 




Da es sich aber um einen sehr, sehr dünnen Strickstoff handelt, der leicht durchsichtig ist und auch kein Top darunter verzeiht, wartet der Pulli auf die ersten wärmeren Tage. Für die Zwischenzeit hab ich mir noch eine zweite Vivi genäht - eine, die etwas weniger dünn ist und vor allem das richtige Kragenteil aufgesetzt bekommen hat. 

Und wenn ich jetzt manchmal vor meinem Kasten steh, passiert es schon mal, dass ich mir selbst die Frage stelle, ob ich heute die "Vivi" anziehen soll. Und dann lache ich über mich selbst und den Pulli mit Namen.



Schnitt: Vivi von Kibadoo
Stoff: Strickstoff von Stoffschwester

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Jumper? Onesie? Ach egal: bequem!

Meine letzten zwei Wochen waren sehr intensiv, ich hatte kaum Zeit um zur Ruhe zu kommen: Arbeit und viel Herumgerenne und Organisiererei nebenbei - viel mehr als sonst - waren an der Tagesordnung. Umso mehr hab' ich mich auf das Wochenende gefreut! Und schwupps! war ich drinnen in meinem Jumper. 


Ja, ich gestehe! Ich hab sowas nun auch. Meine Tochter liebt ihren ja schon länger und irgendwann bin ich doch glatt in ihren hineingeschlupft - einfach um es mal auszuprobieren. Und nochmal ja, trotz der naturgegebenen Knappheit, die meiner Statur im Vergleich zu der meiner Tochter geschuldet ist, hab' ich mich unheimlich wohl darin gefühlt! Er war tatsächlich bequem UND warm (was ja gerade jetzt im Winter in einer Altbauwohnung ohne direkten Nachbarn darunter und unausgebauten, unisolierten Dachboden darüber durchaus ein wichtiges Kriterium ist - vor allem, wenn man im Homeoffice die Heizung nicht durchgehend laufen lässt)! 


Nach diesem Erlebnis musste ich nicht lange überlegen und ich hab mir relativ rasch auch gleich einen genäht. Und klar... außerhalb meiner vier Wände wird man mich damit - na no na - nicht sehen, und ihr ausgenommen und versprochen! auch hier das einzige Mal - aber er ist tatsächlich saubequem und perfekt zum rumlungern geeignet. Und sind wir uns mal ehrlich: mit dem Alter geht Bequemlichkeit vor Style - oder?



Nichts ist besser, als wenn man an dem Tag nicht vorhat nochmal die Wohnung zu verlassen, eben dieses mit der Wahl seines Kleidungsstückes zu unterstreichen. Und das kann ich jetzt. Einfach so!



Mein Onesie sagt ganz klar, ohne dass ich die Worte aussprechen muss: ich geh' heute nicht vor die Tür - und das wissen dann alle, die es angeht!





Schnitt: Raglan-Jumpsuit Damen von Kibadoo
Stoff: Kuschel-Sweat blau von Stoffschwester
Futterstoff der Kapuze von Stoffprinzessin (von anno dazumal)






Mittwoch, 6. November 2019

Häkeltuch Ninglor in Retro-Farben

Das Tuch ist schon lange fertig, entstanden im Sommer 2018, als ich in einer so richtig intensiven Häkel-Phase war.... Auch wenn ich es bisher noch nicht allzu oft getragen habe, ist es eines meiner liebsten. Ich mag den Farbverlauf (trotz rosa) und das Muster sehr, leider hatte ich bisher recht wenige Ideen, wozu ich es tragen könnte. Dennoch ist es einfach nur traumhaft. Es wird von mir gehütet, wie ein Schatz. Manchmal nehme ich es nur heraus, um es mir anzusehen. 






Das Häkelmuster nennt sich "Ninglor" und ist von MorbenDesign. Ich habe zwei vierfädrige Farbverlauf-Bobbel zu je 500m verwendet - am Farbverlauf sieht man sehr gut, wie sich die jeweils 500m aufteilen... ja, gegen Ende braucht es für eine Umrundung schon ziemlich lang und verdammt viel Faden :-); Dafür hat man dann aber auch aufgrund der  pro Bogen zweimaligen Verdopplung der Maschenanzahl ein wirklich wunderbar weiches Tuch!
Rund 1000m Faden ergeben ein Tuch in der Größe von 190x75cm, - also eine ganz passable Größe um sich darin so richtig schön einzumummeln.

Der nächste Winter kommt bestimmt und wer weiß, und hoffentlich kommt es heuer öfter an die frische Luft. 






Anleitung: "Ninglor" von MorbenDesign via Crazypatterns


Mittwoch, 2. Oktober 2019

Manchmal darf es auch ein Röcklein sein...

Im Frühling verspürte ich den dringenden Wunsch nach einem Rock. Ich trage zwar nicht oft welche, aber hin und wieder will ich dann aber doch einfach in den Kasten greifen und tatsächlich auch einen zu fassen bekommen.


Aus meinem Stoffschränkchen hüpfte mir ein Blusenjeans-Stoff mit einer Lochstickborte entgegen, den ich am Stoffmarkt letztes Jahr eigentlich für meine Tochter gekauft hatte. Tja, blöd nur, dass meine Tochter unmittelbar nach dem Kauf in eine farbresistent wie stilistisch eher geradlinigen Phase eingetaucht ist - also konnte ich ohne schlechtes Gewissen den Stoff für mich in Anspruch nehmen.



Beim Schnitt entschied ich mich für den Rock "Nila" von Kibadoo, ich habe ihn lediglich aufgrund der Borte, die nur vorne verläuft, rückseitig zur Seitennaht hin an das Vorderteil angeglichen. 

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, sogar so sehr, dass noch ein zweiter Rock folgen durfte. Das Oberteil hab' ich mir auch noch dazu genäht, das leider etwas farblos ausgefallen ist. Eigentlich hätte ich einen weißen Blusenstoff verarbeiten wollen, doch irgendwie steckt in mir noch die Vorsicht in Bezug auf weiße Oberteile, die ich mir wohl in der Zeit, als die Kinder noch klein waren, angezüchtet habe.... Ich glaube, die könnte ich schön langsam ablegen, nicht wahr? Oder traue ich mir vieleher selbst nicht ganz?! 
Naja, letztendlich landete ein grauer Tencel auf meinem Nähtisch, aber "die Farbe" (ist ja doch eher farblos bzw. macht es mich dazu und) macht mich nicht glücklich. Den Schnitt selbst, das Basic-Blusen-Shirt, habe ich schon öfter zu meiner Zufriedenheit genäht.

Wenn mir der richtige Stoff über den Weg läuft, nähe ich mir zum Rock tatsächlich noch eine rein weiße Bluse. Schließlich hab ich ja diesbezüglich schon im Frühling Blut geleckt und kürzlich hab ich mir doch tatsächlich eine Bluse mit Kragen, Passe und Manschetten genäht!

Die zeig' ich euch dann morgen!







Schnitt: Rock Nila von Kibadoo
Basic-Blusen-Shirt von Kibadoo


Mittwoch, 4. September 2019

Auch wenn mein Shirt orange ist: Rosa

Wieder einmal. Meine erste "Rosa" (von Freuleins) hab' ich euch Anfang Juli ja schon gezeigt - und schon damals hatte ich quasi eine Nr. 2 in petto, die eigentlich meine Nr. 3 ist... Nr. 2, hab ich beschlossen, bekommt ihr nicht zu sehen, denn leider hat mich der Stoff ziemlich enttäuscht. Alle meine Rosas sind aus lillestoff'schen Modal und während Nr. 1 und 3 wirklich keinen Grund zum Klagen bieten, so verhält sich das mit Nr. 2 ganz anders. Da hab ich wohl ein Montagsstöffchen erwischt, denn nach 2-3x waschen war die Farbe ausgebleicht und ich durfte einen Pilleffekt bewundern, den ich in der Form selten gesehen habe. Dabei wäre er doch so herrlich retro!

Aber egal. Hier Nr. 3! Dieses mal herrlich sommerlich in orange mit leuchtendem Blumendruck darauf.  Immer noch leuchtend, immer noch schön, und das, obwohl ich das Shirt wirklich häufig getragen habe!



Und ja, auch wenn das Shirt orange ist, so ist es doch "einfach" nur Rosa!  Wobei: eine Rosa kann nicht einfach nur einfach sein, nein, sie ist schon was besonderes!






Schnitt: Wasserfallshirt Rosa von Freuleins
Stoff: Modal "Summerdreams", enemenemeins für Lillestoff via Biostoffe

Mittwoch, 7. August 2019

Ula, die Zweite - dieses Mal "ohne Schwanzerl"

Hä? Was meint sie mit "Schwanzerl"? Ganz einfach: Ula ist ein luftiges Blusenshirt, das vorne und hinten unterschiedliche Saumlängen hat. Meine grüne Ula (hier) hab ich in der geschwungenen Variante genäht, aber ich hatte da noch einen ganz dünnen Voile-Stoff von LilaLotta - aber wie es halt so ist: nicht mehr in der ausreichenden Menge. Abgesehen davon: hab ich schon erwähnt, dass er verdammt dünn - und damit auch durchsichtig - ist?! Ich hab mich entschieden, ein bisserl zu spielen und habe den Vorderteil zweilagig in unterschiedlichen Längen gestaltet - das Rückenteil ist aus weißem Viskosejersey. Letzteres müsst ihr mir einfach glauben: Foto von der Rückenansicht schlichtweg vergessen.



Wie beim Post zu meiner grünen Ula schon beschrieben, hab ich aufgrund der Kürze des Schnitts bzw. der Länge meines Oberkörpers in der Länge vorne 3-4cm dazu gegeben.

Obwohl das Teil sehr luftig ist, haben sich zwei Dinge als verbessungswürdig erwiesen: also, am Vorderteil passt mal alles - soweit so gut. Mein Sorgenkind ist die Rückseite... 1. reinweiß war nicht die beste Wahl - das ist ein zu harter Kontrast zum Vorderteil, aber darüber lässt sich noch diskutieren. 2. Viskosejersey ist verdammt schwer - vor allem im Vergleich zum luftig-leichten Stoff im Vorderteil und mir zieht es den Ausschnitt mit der Zeit in Richtung Hals. Suboptimal, sag ich da nur.

Ich spiele mit dem Gedanken grauen oder schmutzigweißen Slubjersey als Rückenteil zu probieren - sofern es ihn gibt.

Auf jeden Fall ist es kein Fall fürs Aufgeben. Das steht fest! 


Liebste Grüße,


Schnitt: Ula von Schnittgeflüster, verlängert
Stoff: Voile von LilaLotta

Mittwoch, 3. Juli 2019

Bei Hitze das einzig Wahre: Shirt Rosa

Wenn schon nicht luftig, dann muss es für mich bei diesen Temperaturen zumindest ärmellos sein, - alles andere ist im wahrsten Sinne des Wortes für mich unerträglich.

Da ist Freuleins Shirt "Rosa" der ideale Begleiter - und dass es einen Wasserfall-Ausschnitt hat, ist geradezu schicksalhaft. Dieser entsteht durch die Raffung in den seitlichen Passenteilen, die verstärkt werden und dadurch auch bei dem dünnen Fall von Modal wirklich angenehm am Körper aufliegt. Katrin hat sich da einiges angetan, vor allem was die Verarbeitung anlangt: auch wenn ich kein Foto davon gemacht habe: aber das Teil ist von innen wie außen gleich schön, dh. man sieht keinerlei Nähte im Ausschnittbereich und Ärmel.




Mittlerweile musste ich mir ein zweites Shirt nähen - wieder "Rosa", wieder Modal. Es passt halt einfach - und dazu ist es tatsächlich so richtig schön retro. In letzter Zeit hab ich doch wieder das eine oder andere für mich genäht, darunter ein Traumkleidchen aus Tencel, - wenn sich doch alles auch so einfach fotografieren ließe, wie es unter der Nähmaschine hervorhüpft... wobei: ganz so einfach ist das gar nicht mehr, ich bin ganz schön eingespannt, aber ab und an muss es einfach sein. Dann jucken die Finger, Stoff und Nähmaschinen rufen und ich muss dem Sirenengesang einfach folgen. Und danach gehts mir besser. Schön ist das!

Habt noch einen schönen Abend!






Stoff: Modal von Lillestoff via Biostoffe

Mittwoch, 5. Juni 2019

Wenn der Sommer wider Erwarten doch schneller ist - Gesamtoutfit Anike + Tessa

Jetzt hat der Sommer doch tatsächlich glatt mich und meine Blogfaulheit eingeholt. So kommt ihr nun in den Genuss Outfits präsentiert zu bekommen, die ich so, in dieser Zusammenstellung bei 28-30 Grad sicher nicht tragen werde. In den letzten Wochen allerdings hatten beide Teile - sowohl einzeln als auch in Kombination - ihre durchaus zahlreichen Momente.

Ok, die Hose wird vermutlich auch jetzt noch getragen werden, besteht sie doch aus dünnem Webstoff mit Strechanteil. Außerdem ist es im Büro mit übereifriger Klimaanlage ebenfalls von Vorteil, wenn die 7/8-Länge garantiert, dass man untenrum nicht allzu "nackig" ist. :-)


Die Hose konntet ihr beim letzten Post schon "erspernseln" (erspähen), das Outfit besteht aus der Hose "Anike" und der Bluse "Tessa", beides aus dem Hause Kibadoo. Die Bluse hat mich anfänglich nicht mit Feuer und Flamme begeistert, schließlich wurde sie ursprünglich mit Stehkragen und Kräuselabschluss präsentiert - beides nicht so meines. Als ich dann aber die Möglichkeiten des Schnittes und die darin innewohnende Schlichtheit erkannte, hab' ich es gewagt.

Tja, was soll ich sagen? Ich hab' mir doch glatt noch eine zweite genäht!


Die Stoffauswahl selbst war ein Versuch. Normalerweise hab' ich es ja nicht so sehr mit Blümchen und Lieblichkeit, das sind zwei Dinge, die - meiner Ansicht nach - nicht unbedingt gut mit mir harmonieren, doch mein Modal-Mohn-Shirt hat mich mutig werden lassen, zumal die Farbzusammenstellung eine ähnliche ist. Das Ergebnis stellt mich durchaus zufrieden, muss ich sagen.

Überhaupt stelle ich fest, dass ich zunehmend meine Blusenphobie überwinde, denn ich habe tatsächlich erkannt, dass  Blusen nicht per se knackig-eng sein müssen, sondern in einer oversizigen, fluffigen Form durchaus ein angenehmes Tragegefühl vermitteln können - trotz meiner in den letzten Jahren entwickelten Hyperhidrose. Aus diesem Grund sind noch ein paar andere blusen in meinen Kasten gewandert. War ja klar, oder?


Habt einen feinen Tag!




Schnitt: Hose "Anike", Bluse "Tessa"
Stoff: Hose: khakifarbener Webstoff mit Strechanteil via Stoffschwester
Viskose-Blusenstoff, Design JolieJou, via Stoffschwester


Mittwoch, 1. Mai 2019

Kibadoo-Outfit: Hose Anike und Oversize Shirt {abgewandelt}

Im Laufe der kalten Jahreszeit ist in mir immer mehr der Wunsch nach bekleidungtechnischen Veränderungen aufgetaucht, also sind in den letzten Wochen und Monaten neue Outfits entstanden. Eines davon seht ihr hier:

Das Oversize-Shirt hat sich zu einem meiner Lieblingsshirts gemausert: es ist luftig, leicht und körperumspielend - vor allem in Modal einfach ein Traum zu tragen. Genau das, was ich zu dieser Jahreszeit gerade brauche: Lang- oder 3/4-Arm, aber doch so luftig, dass bei höheren Temperaturen nichts an der Haut klebt.
Damit es noch ein bisschen mehr MIR entspricht, habe ich eine kleine Änderung vorgenommen: dem Rundhalsausschnitt habe ich einen minimalen Wasserfall verpasst und ich kann euch verraten, mittlerweile ist es nicht das einzige Shirt seiner Art, so sehr hat mir das Ergebnis gefallen. 

Auch die Farbstellung ist einigermaßen neu: nicht das Blau, aber das Altrosa ist ein Neuzugang in meinem Farbspektrum. Ich habe gelernt, zeitweisen Farbvorlieben meinerseits nachzugeben, denn sie unterstützen mental in bestimmten Phasen des Lebens - das hat mir mal eine Freundin erklärt, deren Mutter als Künstlerin und Farbberaterin viel mit Farben gearbeitet hat. Und falls es nicht so sein sollte, es gilt dennoch immer: variatio delectat - auch im Schrank, nicht wahr?




Die Hose ist eine "Anike" ebenfalls aus dem Hause Kibadoo, aus dünnem Jeans, was wohl nicht die optimalste Wahl war. Für den etwas steiferen Stoff ist sie zu High-Waist, finde ich, aber ich habe wohlweislich Gürtelschlaufen angenäht, sodass ein Gürtel wahlweise optisch ein wenig entschärfen kann. Im Urlaub hab ich aus Umständen und Bequemlichkeit auf dieses Accessoir verzichtet, denn die Hose ist eines tatsächlich: saubequem!

Die Fotos sind übrigens in Nafplio auf der Peloponnes entstanden...

Einen wunderbaren 1. Mai wünsche ich,






Schnitte: Shirt: Oversize Shirt, Kibadoo, Ausschnitt verändert
Hose: Hose "Anike", Kibadoo aus Jeans
Stoffe: Shirt: Modaljersey "Blomma" von Lillestoff via Biostoffe
Hose: Jeans via Stoffschwester

Mittwoch, 6. März 2019

Wenn schon kein grüner Daumen...

...dann zumindest ganz viel grün auf Kleidung. 

Nein, einen grünen Daumen hab' ich wahrlich nicht. Ein paar Pflanzen besitze ich wohl, aber es sind sehr robuste, kathrin-geeichte Pflanzen, die schon fast 20 Jahre lang ihr Dasein fristen. Ja, anders kann man es nicht nennen: sie leben, aber wachsen und gedeihen? Nö, das wohl dann eher doch nicht, aber ich bin schon froh, dass sie zumindest nicht auf die knusprige Seite des Daseins wechseln.

Trotzdem: grün an sich liebe ich heiß und innig, nicht umsonst findet man in unserer Wohnung ganz viele grün-Akzente - hüstel: abgesehen von den Pflanzen.
Als im letzten Jahr dann auch noch Blätterprints auf Stoff immer öfter ihren Weg in die Stoffregale gefunden haben, hatten sie mich. Eins ist klar: man fällt damit auf und sticht aus der Menge heraus.

Nach meinem Kurzarmpulli "Daxi" (hier) und einer kurzen Daheim-Herumnudel-Hose (nicht verbloggt) aus dem Rest des Pullis dachte ich, dass mein Blatt- und Gründurst gestillt wäre, doch mitnichten! Den Grüntönen dieses Jerseys konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich finde sie eigentlich sehr frisch und fast frühlingshaft, auch wenn ich daraus einen Rolli genäht habe und es somit meine ganz eigene Methode ist, den Frühling ein wenig in den Winter hineinzuziehen.



Genäht habe ich eine "MaJuna" von Kibadoo, für die es seit kurzem ein Add-On für das ungekräuselte Vorderteil gibt. Bisher hatte ich sie noch nicht in Stoff umgesetzt, denn Kräuseln und ich?! Wir passen dann doch nicht so gut zusammen. 

Diese Variante aber hat mich sofort überzeugt und sogar noch eine weitere MaJuna in Tunika-Länge aus Jacquard nach sich gezogen. Die zeig ich euch demnächst!

Wie gefällt euch mein Rolli? Zugegeben, er ist wohl etwas gewagt und nicht jedermanns Sache, aber ich mag ihn sehr. Und wenn mir mal nach nicht ganz so "auffällig" ist, hab ich mir etwas dazu genäht, dass mein doch schon länger relativ gezähmter Lemming zu verantworten hat. Das zeig ich euch morgen! 

 Ich wünsch euch was!




Schnitt: MaJuna von Kibadoo, Add-on glattes Vorderteil
Stoff: Ylvi-House

Mittwoch, 2. Januar 2019

MeMadeMittwoch - Lieblinge 2018 {Maibritt}

Nach Ewigkeiten schaffe ich es jetzt endlich mal wieder beim MeMadeMittwoch teilzunehmen und wie es so sein will, beginnt das Jahr mit dem/n (Näh-)Liebling/en des letzten Jahres.... Und da wär ich auch schon wieder bei meinem Dilemma:

Hab ich echte Nählieblinge? Ja, definitiv, aber ich schaffe es unmöglich, mich auf ein bestimmtes Teil festzulegen. Meist sind die Nählieblinge jene, die ich eben oder eben erst kürzlich fertig gestellt habe. Diese Teile werden dann rauf und runter getragen und mein Gedächtnis ist kleidungstechnisch echt kurz (im Gegensatz zu anderen Dingen zum "Leidwesen" und/oder Nutzen meiner Familie).
Mich um diese Jahreszeit nach meinem Nähliebling des Sommers zu fragen ist fast so, als würde man versuchen die berühmte NähNadel im Heuhaufen zu suchen, wobei man bei mir den Heuhaufen durch das schwarze Loch ersetzen müsste. 

Neben meinen MaCleos (hier als Regenmantel und hier - derzeit öfter getragen - als Nicht-ganz-so-sehr-Wintermantel) trage ich zur Zeit sehr häufig meine Oversize V-Pullis "Maibritt". Meine Basic-Variante in unauffällig-blau habe ich hier schon vorgestellt.

Ich hab damals ja noch zwei weitere genäht, wobei ich neben den blauen, am liebsten diesen hier trage:




Laut Arbeitskollegin ginge der Pulli sogar als Weihnachtspulli durch, sie meinte nur, ich müsste an einem Bäumchen ein paar Pailletten annähen. Wo sie recht hat, hat sie recht... :-); Allerdings sehe ich tatsächlich eher Blätter als Bäumchen und ohne Pailetten ist er definitiv universeller tragbar. Aber für Weihnachten 2019 eine Tragevariante, die im Hinterkopf behalten werden sollte.... 

Ich habe hier die vor längerem gekauften Albstoffe-Bündchen verarbeitet und mich für den großen Ausschnitt entschieden. Tatsächlich lässt sich der Pulli so wunderbar tragen, ohne allzu große Einblicke zu gewähren, ganz anders als meine 3. Variante, bei der was Untendrunter definitiv anzuraten ist. Es kommt tatsächlich sehr auf den verwendeten Stoff und vor allem auch auf die Bündchenware an. Diese hier ist relativ stabil und fest ohne steif zu sein und eignet sich wirklich super. In meinem Fast-Basic, weil er wirklich ziemlich umfassend tragbar ist, fühle ich mich tatsächlich sehr wohl und auch gut angezogen. Besser gehts ja nicht, oder?




Schnitt: "Maibritt" in Gr. 40 von Kibadoo, tiefer Ausschnitt, lange Variante auf 
vorhandene Stoffmenge gekürzt
Stoff: Jacquard Botanical Trail mittelgrau von Abstoffe, via Biostoffe
Bündchen: Strickbündchen CuffMe Glam 19 via Biostoffe